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23.07.2011 14:19 | von Lobacher (34) | Registriert seit: 17.12.2007 | Beiträge: 3377 | zuletzt aktualisiert von Lobacher (34) am 23.07.2011 14:20

Kochprofis in der Schnitzelstube und das Ergebnis.

Aus den Medien konnte man erfahren, dass die Kochprofis in der Schnitzelstube in Triebsdorf waren. Es wurde berichtet, dass die Kochprofis einige Veränderungen in die Wege geleitet haben, und dass seitdem immer voll sei und schwer ein Platz zu bekommen wäre. Bei herrlichem Biergarten Wetter wurde das Lokal, mit einem großen Garten, besucht. Im hinteren Biergartenbereich waren auf vielen Tischen „Reserviert“ Schilder (für überraschend eintreffende Busse). Es waren etwa 35 Personen im Biergarten anwesend. Trotz des schönen Wetters also nicht übermäßig gut besucht. Für den Biergarten waren 2 Servicedamen im Einsatz. Für Coburger Verhältnisse ist die Preisgestaltung sehr günstig.

Nachdem von der Getränkelieferung bis zur Aufnahme unserer Essenbestellung einige Zeit verstrichen war, machten wir uns auf eine längere Wartezeit bis zum Essen gefasst. Da die Kochprofis erst kürzlich hier waren, konnte man schon ein besonderes Essen erwarten. Das Essen wurde dann auch nach einer akzeptablen Wartezeit serviert.

Vorspeisen: Kartoffelsuppe, Leberknödelsuppe, Pfifferlings Suppe, Fitnesssalat mit gebr. Putenstreifen, kleine Portion Rahmpfifferlinge mit Semmelkloß. Diese waren alle sehr gut.

Als Hauptgericht wurden drei Rumpsteaks in verschiedenen Ausführungen bestellt. Diese waren jedoch mehr als enttäuschend. Obwohl medium bestellt, waren sie total durchgebraten, trocken und auf einer Seite verbrannt. Die Bratkartoffel überwiegend verbrannt und geschmacklos.

Die Bratkartoffeln wurden fast nicht angerührt, die Steaks nicht mal zur Hälfte gegessen, so wurden die Teller abgeräumt. Der Bedienung war es sichtlich peinlich als wir reklamierten. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass dies öfters vorkommt. Auf den Einwand, dass so etwas nicht passieren sollte und es wären doch erst die Kochprofis da gewesen, meinte Sie, der Koch habe zu Ihr gesagt: Er hätte ja schließlich noch mehr Essen zu machen gehabt. Ups, wenn ein Koch schon an solchen Tagen Probleme hat, wie schaut es dann wohl aus wenn das Lokal voll ist (ca. 200 Plätze)? Auffallend auch, eine Servicekraft mit dreiviertellangen, engen Hosen, keine Strümpfe und Schlappen in denen man schlecht laufen kann. Ob das richtige Outfit für den Service eines Speiselokales ist?

In den neu gestalteten Speisenkarten ist der Wirt mit den Kochprofis abgebildet. Hier wird auch darauf hingewiesen, dass sie zusammen ein neues Konzept umgesetzt hätten. Es werden nur noch frische Produkte aus der Region verarbeitet, keine Tiefkühl- und Fertigprodukte mehr. Ob das denn wirklich so ist mag dahingestellt sein. Bei den Bratkartoffeln zum Beispiel könnte man schon annehmen, dass diese doch Convenience oder Frostware sind. Es wird in den Karten jeweils darauf verwiesen wo die Wurst- und Fleischwaren her kommen, alles aus der Region. Es ist in der gesamten Karte aber kein einziger deklarierungsplichtiger Zusatzstoff ausgewiesen. Es wäre ja schön, wenn es denn so wäre, aber auch die Metzger der Region oder die Großschlächter verarbeiten nun mal Geschmacksverstärker, Pökelsalz, Zusatzstoffe usw. und diese Stoffe sind nun mal kennzeichnungspflichtig!

Wenn das Ergebnis der „Kochprofis“ so wie beschrieben aussieht, dann muss man den Sinn einer solchen Sendung bzw. Aktion wirklich in Frage stellen!
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26.07.2011 17:59 | von Radinn (187) | Registriert seit: 12.03.2009 | Ort: Monheim am Rhein | Beiträge: 1089

Angesichts der Beschreibung kann ich das Fazit nachvollziehen. Das scheint mir aber kein Einzelfall zu sein. Auch aus anderen Kritiken geht hervor, dass ein Fernseh-Team mit Unterstützung von Köchen (oder ist das umgekehrt?) nicht immer die Lösung der Probleme war. Mich erinnern diese Beispiel oft an die Hubschraubertaktik: viel Lärm machen, noch mehr Staub aufwirbeln und dann nichts wie weg.
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01.08.2011 20:23 | von Mühlenkreiskritiker (172) | Registriert seit: 25.09.2009 | Ort: Minden | Beiträge: 208

Kann ich auch bestätigen... hier in Minden waren einmal die (alten) Kochprofis und dann als "neue" Küchenchefs nochmals in einem anderen Lokal.

Die erste Variante kann man leider nicht testen, da es sich um eine Wohnheimküche handelt. Beim zweiten Besuch wurde ein American Diner "bearbeitet". Geändert hat sich bei einem Besuch danach aber nichts spür- bzw. schmeckbares.

Zumindest nicht bei den Burgern... aber die sind warscheinlich in einem American Diner nicht so wichtig ;-)

Letztens kam auch eine Wiederholung über ein "Cafe am See" in Bad Lippspringe. Lt. deren Homepage wird es momentan zu Wohnungen umgebaut. Langhaltig ist der Erfolg auch nicht.

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