Im Restaurant mit Kindern - Eine Wunschvorstellung

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15.01.2012 09:21 | von Grüne Soße (25) | Registriert seit: 22.07.2011 | Beiträge: 81 | zuletzt aktualisiert von Grüne Soße (25) am 15.01.2012 11:48

Nachdem wir vor einigen Jahren KINDER bekommen haben, hat sich mir ein völlig neues Bild auf Restaurants eröffnet.

Ich habe einige positive, aber auch viele unterirdische Erlebnisse gehabt.

Da ich hier immer mehr Kritiken von Menschen, die Gaststätten mit Kindern besuchen, lese, wollte ich hier mal in die Runde fragen, wie die Betroffenen sich ein ideales Lokal für den Besuch mit Kindern wünschen.
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15.01.2012 10:37 | von Lobacher (34) | Registriert seit: 17.12.2007 | Beiträge: 3377

Zum Beispiel so wie in der Sonnenalp (http://www.restaurant-kritik.de/834)
da werden sogar extra Leute für die Kinderbetreuung eingesetzt! Aber
auch sonst wir da einiges für die „zukünftigen Stammgäste“ gemacht:
http://www.sonnenalp.de/pdfs/jugendprogramm_2011.pdf
auch hier wird die Sonnenalp erwähnt,
aber danach kommen noch mehr Möglichkeiten ;-)
http://besten.welt.de/Travel/Orte-Touren/Familiaere-Atmosphaere-auf-der-Sonnenalp-im-Allgaeu

Im Übrigen gibt es für sehr viele Städte ganze Listen mit kinderfreundlichen Lokalen
und wie kreativ da einige Wirte sind kann man da nachlesen:
http://www.ganz-muenchen.de/gastro/specials/kulinarisch/essen_gehen_mit_kindern/in_muenchen/ideen.html

http://www.berlin.kinder-stadt.de/index.html?kat=%2Ffreizeit.html%3Funterkat%3D%26tabellenname%3Drestaurants

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15.01.2012 10:42 | von x2x (15) | Registriert seit: 26.01.2011 | Beiträge: 284 | zuletzt aktualisiert von x2x (15) am 15.01.2012 10:50

@Grüne Soße

Sorry "Grüne Soße", aber ich denke die Frage ist sehr allgemein gehalten, zumindest bezogen auf das Alter der Kinder. Ob das begleitende Kind z.B. 2 Jahre alt ist oder schon 10 Jahre, ist doch hinsichtlich der Ansprüche (Essen, Spielen, Unterhaltung etc.) ein deutlicher Unterschied. Während für den 4 jährigen eine Spielecke im Restaurant sehr angebracht sein kann, beschäftigt sich der 8 jährige vielleicht lieber am Tisch mit der "Electronic".

Die entscheidene Frage die sich Eltern stellen sollten lautet nicht:"Hoffentlich ist die/der Kleine brav und verhält sich ruhig", sondern die Eltern sollten sich vor dem Restaurantbesuch je nach Alter des Kindes die Frage stellen" "Was bitte mute ich meinem Kind zu", wenn wir dort im Restaurant 1, 2 oder 3 Stunden sitzen.

Natürlich gibt es Restaurants, die sich um das "Kinder-Entertainment" kümmern. Diese gilt es u.U. vorher auszusuchen denn an jeder Ecke findet man sie natürlich nicht. Ansonsten tun sich Papi + Mami häufig eher einen Gefallen, mal zu Zweit ein Essen zu genießen. Kinder sollten sicherlich an die Verhaltensweise in einem Restaurant herangeführt werden. Das aber bitte nicht zu früh und nicht mit "aller Macht".
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15.01.2012 11:17 | von radix54 (4) | Registriert seit: 26.09.2011 | Ort: Lübeck | Beiträge: 79 | zuletzt aktualisiert von radix54 (4) am 15.01.2012 11:35

Ich sehe das ähnlich wie x2x. Obwohl meine Kinder schon erwachsen sind, erinnere ich mich noch gut an die „Kinderzeit“. Restaurantbesuche mit Baby oder Kleinkind haben wir nach Möglichkeit vermieden, da es uns wichtig war, dass Baby/Kind, Eltern und übrige Restaurantgäste sich gleichermaßen wohlfühlen. Eine sommerliche Einkehr im Gastgarten ist da sicher unproblematischer als ein Besuch im guten Restaurant. Ich habe deshalb wenig Verständnis für Eltern, die ihre Kleinen überall mit hinschleppen, ohne auf die Bedürfnisse aller drei Personengruppen Rücksicht zu nehmen. Wenn die Kinder in ein verständiges Alter kommen, in denen man vernünftig mit ihnen kommunizieren kann und sie ihre eigenen Wünsche ausdrücken können, ist gegen gemeinsame Restaurantbesuche nichts einzuwenden. Eltern, die das beachten, scheinen mir allerdings langsam auszusterben.
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15.01.2012 12:42 | von x2x (15) | Registriert seit: 26.01.2011 | Beiträge: 284

@radix54, Danke ! Manchmal siegt eben Vernunft über grenzenlose Freiheit, aber nicht immer:

- "Unser Kleiner darf sich überall austoben" = Klatsch die Händchen in die Sauce, lecker.

- "Unser Kleiner darf sich frei entfalten" = Mal eben an der Tischdecke gezogen, klirr.

- "Unser Kleiner soll früh lernen sich durchzusetzen" = Voll die Grätsche in den servierenden Kellner, boh äh Kinder.

- "Unser kleiner soll Technik frühzeitig begreifen" = Fröhlich den/die Stecker aus der Steckdose ziehen, Dunkelheit.

- "Unser Kleiner meldet sich schon wenn ihm etwas fehlt" = Überzeugende Aussage nach 35 Minuten (Durchsatz) Gebrüll.


Nicht ganz ernst gemeint, aber auch nicht ganz weit weg von der Realität. - Mahlzeit.
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15.01.2012 13:09 | von mc_guyver (71) | Registriert seit: 19.06.2009 | Ort: Wolfenbüttel | Beiträge: 330

"Eltern, die das beachten, scheinen mir allerdings langsam auszusterben..."

Wie wahr und das was x2x schreibt habe ich selbst in den unterschiedlichsten Varianten schon erlebt.

Jan-Luc-Malte und Frederike-Claire dürfen das halt ;-)
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15.01.2012 13:27 | von Grüne Soße (25) | Registriert seit: 22.07.2011 | Beiträge: 81 | zuletzt aktualisiert von Grüne Soße (25) am 15.01.2012 13:28

Auch ich sehe, dass es Situationen gibt, in denen Restaurantbesuche mit Kindern nicht angeraten (aber u.U. halt notwendig) sind: Es gibt Grundvoraussetzungen _von_Seiten_der Eltern_und_Kinder , die erfüllt sein sollten:

Die Eltern sollten im Wesentlichen in der Lage sein, ihrer Erziehungsaufgabe nachzukommen.

Das Kind sollte Freude oder zumindest die Toleranz zu Restaurantbesuchen haben, das ist in der Tat nicht bei jedem Zwerg der Fall.

Grundlegende Verhaltensregeln sind nur im Sinne der Rücksicht auf die Einrichtung, sondern auch mit Rücksicht auf die bisherigen Erziehungserfolge anderer Eltern einzuhalten: Schuhe vom Stuhl, Vorsicht mit der Einrichtung, gegessen wird im Sitzen am Tisch, im Lokal wird nicht gerannt usw. (Völlig klar ist, dass der Gast für Schäden, die seine Kinder verursachen, aufkommt.)


Das alles gehört für mich zu den Grundvoraussetzungen, aber……….

Häufig sind es die kleinen Dinge _von_Seiten_des_ Lokals_, die dieses mit Kindern besuchenswert machen und viel Ärger und Unruhe verhindern:

Getränke für kleine Kinder werden z.B. in Karaffen serviert mit einem niedrigen Glas, wo man immer schluckweise nachschenken kann, das nicht leicht umfällt und der Schaden, falls es doch einmal fällt, begrenzt ist.

Auch im Garten müssen Kinder keine großen Getränke bestellen.

Es gibt Kinderportionen Eis, mit einem Bällchen oder Eis am Stiel, dies wird in einer Schale ohne Fuß serviert..

Die2-3 vorhandenen Kinderstühle werden regelmäßig gereinigt und zwar auch von unten.

Kinder bekommen zwei oder drei Servietten.

Die Essen der Kinder werden standardmäßig mit den Vorspeisen der Eltern serviert und niemals als letztes der Hauptgerichte.

Wenn es vor dem Essen Dips gibt, ist ein neutraler dabei oder etwas Butter.

Kinder bekommen einen kleinen Löffel zu ihrer Suppe und zwar mindestens bis zur Einschulung. Überhaupt sollte es Kinderbesteck geben.

Kartoffeln werden nach Großmutters Sitte einfach durchgegart.

Gemüse kann auf Nachfrage der Eltern auch durchgegart werden.

Unnötig sind aus meiner Sicht Spielbereiche im Lokal, hier ist ein kleines Regal mit einigen Bilderbücher und Spielen völlig ausreichend.

Wünschenswert ist im Außenbereich ein kleiner Spielplatz. (Im Übrigen finde auch ich Biergartenbesuche besonders unproblematisch ;-)

Es wird nicht standardmäßig Ketchup zu allem serviert.

Grundsätzlich kann man alles als Kinderportion bekommen, sofern es denn teilbar ist und man bereit ist, es angemessen zu bezahlen.

Wenn das Lokal ein gewisses kulinarisches Niveau erreicht hat (so ab „besserem Wirtshaus“), schließen sich für mich Kinderkarten mit abstrusen Gerichtnamen wie „Pipi Langstrumpf“ oder „Wikingerschmaus“ hinter denen sich TK-Hähnchennuggets oder ähnlicher Dreck mit Pommes verbirgt aus. Der Anspruch MUSS sein, das das kulinarische Niveau sich auch in den Kindergerichten widerspiegelt.



Aber auch die anderen Beteiligten, _die_übrigen_Gäste_ können einiges zum Erfolg beitragen:

Hunde befinden sich „bei Fuß“ unter dem Tisch und bleiben da.

Kinder werden nicht durch andere Gäste aufgestachelt, bis sie sich schlußendlich schlecht benehmen.

Wenn die Störung durch die Kinder, falls Sie denn einmal auftritt, ein gewisses Maß nicht übersteigt, schlucken die anderen Gäste das runter.



Wie seht Ihr das?

Und was ich noch vergessen habe; die Lokale, die als besonders kinderfreundlich beworben werden, sind z.T. Restaurants, die an Indoor-Spielplätze angegliedert sind und bewegen sich auch auf dem Niveau von McD. Außerdem sehe ich da das Problem, dass Kinder da eben nicht auf Restaurantbesuche vorbereitet werden, sondern verdorben. (Spielplatz mit angegliederter Essensausgabe………..Grins)




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15.01.2012 13:33 | von Grüne Soße (25) | Registriert seit: 22.07.2011 | Beiträge: 81 | zuletzt aktualisiert von Grüne Soße (25) am 15.01.2012 13:43

@x2x
Die Anfertigung des Beitrags von eben hat solange gedauert, dass sich das überschnitten hat.

Solche Situationen habe ich auch schon erlebt:
Mütter, die ihre Kinder mit dem Teller in der Hand durch das Lokal verfolgen, um das Essen in sie reinzureden....
Kinder, die nacheinander zwei (selbst ausgesuchte) Hauptgerichte bestellt bekommen, die sie verweigern und dann ein Eis bekommen als Mittagessen....
Gummistiefel auf dem Polster usw....

Das geht nicht, völlig klar.
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22.01.2012 14:58 | von Precis (12) | Registriert seit: 09.04.2011 | Beiträge: 118

Hier das erste Lokal mit Kinderbetreuung das ich kennen gelernt habe in Zusammenarbeit mit einem Fitnessclub.
http://www.restaurant-kritik.de/bewertungen/182653
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22.01.2012 18:52 | von Grüne Soße (25) | Registriert seit: 22.07.2011 | Beiträge: 81

Im Kempinsky in Gravenbruch bei Frankfurt gibt es science education während die Eltern brunchen.

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