Der reale Schwachsinn
von mc_guyver (71) | Zur letzten Seite springen | beobachten
09.02.2012 01:28 | von mc_guyver (71) | Registriert seit: 19.06.2009 | Ort: Wolfenbüttel | Beiträge: 330 | zuletzt aktualisiert von mc_guyver (71) am 09.02.2012 01:46
Moin liebe Gemeinde,
sehen wir einmal davon ab, das auch über dem Eingabefeld (hier: Thekengespräche)
„An der längsten Theke der Welt ;-) kann alles diskutiert werden, was Ihnen so einfällt an Stellungnahmen, Anekdoten, Witzen oder auch was einfach nur zum Heulen ist. Prost!“ -> „Ihr gastronomisch kluger Beitrag“ steht.
Keine Ahnung warum Witze oder das, was einen nervt, „gastronomisch klug“ sein müssen.
Also poste ich etwas was absolut nichts mit der Gastronomie zu tun hat, sondern mir heute aufgefallen ist, damit mir evtl. jemand hier diesen Schwachsinn erklären kann.
Einleitung:
Jeder, der einen Kamin oder Ofen sein eigen nennt, kennt das. Irgendwie muss man dieses Gerät anfeuern (nein, nicht „Ofen, Ofen“ sondern mit Brennmaterial).
Eigentlich kein Problem, sofern genügend „Anmachholz“ vorhanden ist. Wie bei mir seit Jahren (bekommt man aus der örtlichen Tischlerei/Baumarkt im Sommer für „lau“ bzw. ein Sixpack) die sind froh das jemand den Müll abnimmt.
Letzten Herbst wegen Kellerumbau (Kleinholzlager aufgelöst) bis auf Restbestände alles aufgebraucht.
Bei diesen Temperaturen draußen gefrorene Eichenstämme in Anmachholz zu hacken, trocknen kann man, aber muss man aber nicht unbedingt.
Situation:
Vorgestern, wo ich eh bei REWE, NETTO… (die Namen sind exemplarisch) einkaufen war einen Sack mit „Anmachholz“ zur „Überbrückung“ mit genommen. Kosten 2,99€ für, lt. Aufdruck 9,5 rdm.
Heute im Baumarkt gewesen um Rauspund für die Konterlattung der Kellerdecke zu kaufen (22/48). Preis pro lfm 0,30€.
Seltsam, also einmal messen, wiegen und rechnen:
Das Anmachholz, die angeblichen 9,5 rdm, effektiv Schüttmaß 20/20/20 cm, mit viel gutem Willen max. 0,06 Festmeter mit einem Gewicht von 2,3 KG.
Der Rauspund (10er Pak [4,71€]) 150/22/48 -> 0,16 (echte) Festmeter mit einem Gewicht von 7,5 KG.
Ergebnis:
Für den KG Preis Holz ca. 1,20€ (Anmach) zu ca. 0,60€ (Rauspund)
Der reale Raummeteranteil liegt bei fast 1 zu 3 (Anmach/Rauspund)
Die Latten werden gesägt, geschnitten, gebündelt, vertrieben, in Baumärkten verkauft (da verdienen alle daran) und kosten max. die Hälfte wie das Abfallholz.
Kann mir das jemand einmal logisch erklären, warum „Abfall“ mit einem doppelt bis dreifachen Preis verkauft wird?
So, und nun kommt Ihr :)
Greetz
MC
sehen wir einmal davon ab, das auch über dem Eingabefeld (hier: Thekengespräche)
„An der längsten Theke der Welt ;-) kann alles diskutiert werden, was Ihnen so einfällt an Stellungnahmen, Anekdoten, Witzen oder auch was einfach nur zum Heulen ist. Prost!“ -> „Ihr gastronomisch kluger Beitrag“ steht.
Keine Ahnung warum Witze oder das, was einen nervt, „gastronomisch klug“ sein müssen.
Also poste ich etwas was absolut nichts mit der Gastronomie zu tun hat, sondern mir heute aufgefallen ist, damit mir evtl. jemand hier diesen Schwachsinn erklären kann.
Einleitung:
Jeder, der einen Kamin oder Ofen sein eigen nennt, kennt das. Irgendwie muss man dieses Gerät anfeuern (nein, nicht „Ofen, Ofen“ sondern mit Brennmaterial).
Eigentlich kein Problem, sofern genügend „Anmachholz“ vorhanden ist. Wie bei mir seit Jahren (bekommt man aus der örtlichen Tischlerei/Baumarkt im Sommer für „lau“ bzw. ein Sixpack) die sind froh das jemand den Müll abnimmt.
Letzten Herbst wegen Kellerumbau (Kleinholzlager aufgelöst) bis auf Restbestände alles aufgebraucht.
Bei diesen Temperaturen draußen gefrorene Eichenstämme in Anmachholz zu hacken, trocknen kann man, aber muss man aber nicht unbedingt.
Situation:
Vorgestern, wo ich eh bei REWE, NETTO… (die Namen sind exemplarisch) einkaufen war einen Sack mit „Anmachholz“ zur „Überbrückung“ mit genommen. Kosten 2,99€ für, lt. Aufdruck 9,5 rdm.
Heute im Baumarkt gewesen um Rauspund für die Konterlattung der Kellerdecke zu kaufen (22/48). Preis pro lfm 0,30€.
Seltsam, also einmal messen, wiegen und rechnen:
Das Anmachholz, die angeblichen 9,5 rdm, effektiv Schüttmaß 20/20/20 cm, mit viel gutem Willen max. 0,06 Festmeter mit einem Gewicht von 2,3 KG.
Der Rauspund (10er Pak [4,71€]) 150/22/48 -> 0,16 (echte) Festmeter mit einem Gewicht von 7,5 KG.
Ergebnis:
Für den KG Preis Holz ca. 1,20€ (Anmach) zu ca. 0,60€ (Rauspund)
Der reale Raummeteranteil liegt bei fast 1 zu 3 (Anmach/Rauspund)
Die Latten werden gesägt, geschnitten, gebündelt, vertrieben, in Baumärkten verkauft (da verdienen alle daran) und kosten max. die Hälfte wie das Abfallholz.
Kann mir das jemand einmal logisch erklären, warum „Abfall“ mit einem doppelt bis dreifachen Preis verkauft wird?
So, und nun kommt Ihr :)
Greetz
MC
09.02.2012 07:36 | von Grüne Soße (25) | Registriert seit: 22.07.2011 | Beiträge: 81
Weil die Latten in einem Speziahandel gekauft wurden und die Nachfrage ganzjährig besteht.
Das Anmachhol kommt aus einem Supermarkt als "Spezialgut", dessen NAchfrage zudem noch jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, also andere Preisgestaltung. Zudem höherer Zerteilungsgrad.
Zweitens haben wir freie Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Offensichtlich kaufen es ja genug Leute................
Das Anmachhol kommt aus einem Supermarkt als "Spezialgut", dessen NAchfrage zudem noch jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, also andere Preisgestaltung. Zudem höherer Zerteilungsgrad.
Zweitens haben wir freie Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Offensichtlich kaufen es ja genug Leute................
09.02.2012 09:29 | von x2x (15) | Registriert seit: 26.01.2011 | Beiträge: 284 | zuletzt aktualisiert von x2x (15) am 09.02.2012 09:34
@mc_guyver
Weil jeder Anbieter seine Preisstellung selber gestalten kann. Ist diese für den Verbraucher attraktiv, wird der Konusument "zuschlagen". Wenn der Preis allerdings im Wettbewerbsumfeld zu hoch angesetzt ist, muss der Anbieter entweder reagieren oder er bleibt auf seinen Produkten sitzen. - Der Konsument wird immer einen noch günstigeren Preis finden, er muss nur lange genug (in Deutschland) danach suchen. Wie führt es doch "Grüne Soße" richtig aus = Marktwirtschaft !
Aber wem sage ich das ? !
ps Wenn ich jetzt süffisant argumentieren wollte, würde ich den Vorschlag machen doch für das Marktsegment "Brennholz", Gutscheinbücher oder Coupons am Markt einzuführen. Aber so provokant bin ich dann doch nicht.
Weil jeder Anbieter seine Preisstellung selber gestalten kann. Ist diese für den Verbraucher attraktiv, wird der Konusument "zuschlagen". Wenn der Preis allerdings im Wettbewerbsumfeld zu hoch angesetzt ist, muss der Anbieter entweder reagieren oder er bleibt auf seinen Produkten sitzen. - Der Konsument wird immer einen noch günstigeren Preis finden, er muss nur lange genug (in Deutschland) danach suchen. Wie führt es doch "Grüne Soße" richtig aus = Marktwirtschaft !
Aber wem sage ich das ? !
ps Wenn ich jetzt süffisant argumentieren wollte, würde ich den Vorschlag machen doch für das Marktsegment "Brennholz", Gutscheinbücher oder Coupons am Markt einzuführen. Aber so provokant bin ich dann doch nicht.
09.02.2012 10:10 | von Lobacher (34) | Registriert seit: 17.12.2007 | Beiträge: 3377
@ MC
meine „Vorschreiber“ haben die marktspezifischen Gründe ja schon erläutert,
um aber auf Deine Frage „warum „Abfall“ mit einem doppelt bis dreifachen
Preis verkauft wird?“ zu antworten, schau Dir doch mal unsere Abfallwirtschaft
an! Aufgeblähter Vorschriften und Behördenapparat geschürt von Lobbyismus.
Abfall gehört inzwischen zum teuersten Wirtschaftsgut :-(
Allerdings das Problem des Anzündens habe ich für mich schon seit Jahren etwas
einfacher gelöst. „ÖKO FEUER ANZÜNDER“ 33 Würfel kosten 0,95 € und zum
Anzünden brauche ich 1 Stück! Keine Arbeit mit Anfeuerholz machen / holen / zahlen
und sie können ganzjährig verwendet werden z. B. zum Grill anfeuern :-)))
meine „Vorschreiber“ haben die marktspezifischen Gründe ja schon erläutert,
um aber auf Deine Frage „warum „Abfall“ mit einem doppelt bis dreifachen
Preis verkauft wird?“ zu antworten, schau Dir doch mal unsere Abfallwirtschaft
an! Aufgeblähter Vorschriften und Behördenapparat geschürt von Lobbyismus.
Abfall gehört inzwischen zum teuersten Wirtschaftsgut :-(
Allerdings das Problem des Anzündens habe ich für mich schon seit Jahren etwas
einfacher gelöst. „ÖKO FEUER ANZÜNDER“ 33 Würfel kosten 0,95 € und zum
Anzünden brauche ich 1 Stück! Keine Arbeit mit Anfeuerholz machen / holen / zahlen
und sie können ganzjährig verwendet werden z. B. zum Grill anfeuern :-)))
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