Fisch schmeckt auch in Brandenburg!

von Sieler (58) | Zur letzten Seite springen | beobachten

Avatar

24.06.2009 23:45 | von Sieler (58) | Registriert seit: 12.06.2008 | Ort: Werder (Havel) | Beiträge: 28

Habe am Wochenende erstmals im Hafenrestaurant Ernest in Werder (Havel) gegessen. Tolle Lage, offene Küche, im Restaurant von allen Seiten einsehbar und das Wichtigste: Erstklassiges Essen. Kann das nur weiterempfehlen. Ich hatte den besten Fisch seit langem.
Der Gault Millau hat das Restaurant meines Erachtens zu recht gelobt.

MfG
Sieler
Avatar

25.06.2009 00:44 | von Pfannenschwenker (107) | Registriert seit: 31.10.2007 | Ort: Ebensfeld | Beiträge: 5830

Da muss ich Dir recht geben,Fisch schmeckt nicht nur an der Küste.Auch im " Innenland" wird immer mehr Fisch verlangt und angeboten.
Und wenn ich wie mir passiert ist , an der Nordsee in einem Ort mit Fischereihafen in einem Fisch Lokal Pangasiusfilet angeboten bekomme und das noch als eine (Art Scholle) ausgezeichnet wird.Das kann ich überall essen ,da muss ich nicht an die See.
Dort erwarte ich mir frischen Fisch direkt aus dem Meer.
Gruss Pfanni
Avatar

26.06.2009 01:26 | von Sieler (58) | Registriert seit: 12.06.2008 | Ort: Werder (Havel) | Beiträge: 28

Pfannenschwenker;38108
... Und wenn ich wie mir passiert ist, an der Nordsee in einem Ort mit Fischereihafen ... Pangasiusfilet angeboten bekomme und das noch als eine (Art Scholle) ausgezeichnet wird. Das kann ich überall essen, da muss ich nicht an die See.
Dort erwarte ich mir frischen Fisch direkt aus dem Meer.
Gruss Pfanni

Da kann ich Dir (als Fischerssohn) nur von ganzem Herzen zustimmen. Aber leider gibt es ja noch Menschen, die genau das essen wollen. Und außerdem ... frag mal die Fischer, was die Nordsee unmittelbar vor der Küste denn noch so hergibt ... (dank an die Raubfischer aus insbesondere einem Nachbarland).
Übrigens ... ich hatte Super Matjesfilet mit Sylter Soße und Kartoffeln. Super einfach und genau so lecker.
MfG
Sieler

P.S.: In welchen Fischereihafen hatte es Dich denn verschlagen?
Avatar

26.06.2009 10:49 | von Pfannenschwenker (107) | Registriert seit: 31.10.2007 | Ort: Ebensfeld | Beiträge: 5830

Sieler;38119
Da kann ich Dir (als Fischerssohn) nur von ganzem Herzen zustimmen. Aber leider gibt es ja noch Menschen, die genau das essen wollen. Und außerdem ... frag mal die Fischer, was die Nordsee unmittelbar vor der Küste denn noch so hergibt ... (dank an die Raubfischer aus insbesondere einem Nachbarland).
Übrigens ... ich hatte Super Matjesfilet mit Sylter Soße und Kartoffeln. Super einfach und genau so lecker.
MfG
Sieler

P.S.: In welchen Fischereihafen hatte es Dich denn verschlagen?


Wir waren schon öfters in Büsum.Aber da wir jetzt keinen längeren Urlaub am Stück mehr machen sondern öfters ein paar Tage ist es uns zu weit.(ca 750 km)
Schade denn es hatt uns immer gut gefallen und mann konnte dort gut und relativ preiswert Essen.
Letztes Jahr waren wir 4 Tage in Wangerland.Aber im November (bayrische Herbstferien) war das nicht der richtige Zeitpunkt.
Avatar

26.06.2009 12:52 | von Sieler (58) | Registriert seit: 12.06.2008 | Ort: Werder (Havel) | Beiträge: 28

Pfannenschwenker;38122
...Letztes Jahr waren wir 4 Tage in Wangerland....

Aus der Ecke bin ich in etwa, aus Neuharlingersiel. Lebe dort zwar schon lange nicht mehr, werde aber in einigen Jahren wieder dahin zurückziehen (das Heimweh...).
MfG
Sieler
Avatar

26.06.2009 14:25 | von Pfannenschwenker (107) | Registriert seit: 31.10.2007 | Ort: Ebensfeld | Beiträge: 5830

Sieler;38123
Aus der Ecke bin ich in etwa, aus Neuharlingersiel. Lebe dort zwar schon lange nicht mehr, werde aber in einigen Jahren wieder dahin zurückziehen (das Heimweh...).
MfG
Sieler


Ich bin ja gelegentlich auch noch im Nordseeforum.Da liest man auch immer .Wer einmal an der See gewohnt hatt den ziehts immer wieder zurück.
Wir waren früher viele Jahre unseren Urlaub immer in Östreich verbracht.Und dann wollten wir einmal was anderes sehen,und es hatt uns sehr gefallen
Missing

27.06.2009 02:34 | von Gelöschter Benutzer

Dieser Beitrag wurde gelöscht.
Avatar

10.09.2009 13:02 | von Garnele (76) | Registriert seit: 29.09.2008 | Ort: Hedwigenkoog | Beiträge: 442

Hallo, endlich geht mal wieder alles. Wollte kein eigenes Thema aufmachen, aber schon auf die Porplematik, hinsichtlich unserer Fischer, aufmerksam machen.

Problemstellung
Ob als Fischstäbchen oder raffiniertes Sushi, mehr als 100 Millionen Tonnen Fisch und
Meeresfrüchte landen jährlich auf den Tellern der Welt. Fisch gehört zu den wichtigsten
Nahrungsmitteln. Ein Sechstel der Weltbevölkerung ist zur Proteinversorgung
ausschließlich auf Fisch angewiesen, Tendenz steigend. Der Konsum von Fisch und
Fischereierzeugnissen variiert stark von Land zu Land und bewegt sich zwischen einem
und einhundert Kilogramm pro Person und Jahr. Ich gehöre zu den letzteren. In
Deutschland wurden im Jahr 2005 durchschnittlich 14,8 kg pro Person verzehrt.
Der weltweit erwirtschaftete Fischereiertrag hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr
als verdoppelt, wobei der größte Teil aus dem Meer stammt. Um die große Nachfrage
nach dem Nahrungsmittel Fisch zu befriedigen, befahren technisch hochgerüstete
Fischereiflotten die Weltmeere, die Fischschwärme orten, fangen und häufig direkt an
Bord verarbeiten.
Lange Zeit galt der Fischreichtum der Meere als unerschöpflich. Eine folgenreiche
Fehleinschätzung, führte doch die industriell betriebene Fischerei zur akuten Bedrohung
zahlreicher Fischbestände. Nach Angaben der Welternährungsorganisation der Vereinten
Nationen (FAO) sind Anfang des 21. Jahrhunderts über drei Viertel der bewirtschafteten
Fischbestände bis zur Grenze ihrer Belastbarkeit genutzt, überfischt oder bereits
erschöpft. Um weitere ökologische Katastrophen zu verhindern, die langfristig auch den
wirtschaftlichen Untergang der Fischereiindustrie in vielen Regionen bedeuten würden,
werden national und international verschiedene Maßnahmen auf politischer und
wirtschaftlicher Ebene ergriffen. Dazu zählen Abkommen, die z. B. Fangzonen, Fangzeiten
und maximale Fangmengen festlegen.
Ein noch relativ neuer Ansatz zum langfristigen Schutz der Fischbestände ist die
Zertifizierung1 von Fischprodukten aus nachhaltiger Fischerei. Im Gegensatz zu den
Regulierungsmaßnahmen, die sich auf die Angebotsseite beziehen, setzen
Zertifizierungen auf der Nachfrageseite an. Über eine verstärkte Nachfrage nach
Produkten aus nachhaltiger Fischerei wird den Fischereiunternehmen ein wirtschaftlicher
Anreiz geboten, sich freiwillig entsprechend zertifizieren zu lassen. Der Marine
Stewardship Council (MSC) ist derzeit die bedeutendste Initiative zur Zertifizierung von
Fischereien, die nachhaltigen Fischfang betreiben. MSC-zertifizierte und mit einem
entsprechenden Label gekennzeichnete Produkte sind bereits in über 25 Ländern
erhältlich, in erster Linie in Industriestaaten wie z. B. Deutschland. Den Konsumenten
steht mit dem MSC-Label ein Informationsinstrument zu Verfügung, das es ermöglicht,
bei Konsumentscheidungen zwischen verschiedenen Fischprodukten auch
Umweltkriterien mit zu berücksichtigen und nachhaltig erzeugte Produkte von vermutlich
weniger oder nicht nachhaltig erzeugten Produkten zu unterscheiden. Allerdings stellt
sich mir die Frage, wohin mit dem Fisch, der im Netz des mich beliefernden Fischers als
Beifang dabei ist, und wenn ich das Produkt nicht nehme, es ins Meer zurück als meist
Toter Fisch von den Möwen verzehrt wird, nun sind Label wie das MSC-Label keine
„Selbstläufer“ auf dem Markt. Der Erfolg eines Labels ist von einer Reihe von Faktoren
abhängig, wobei der Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz durch die Konsumenten eine
wesentliche Rolle spielen.
Fischerei heute – Probleme und Alternativen
Im folgenden Abschnitt wird eine Einführung in die Rahmenbedingungen des Marktes für
Fischereierzeugnisse gegeben. Hierzu werden Probleme der Fischerei im Hinblick auf
Fischkonsum und Ressourcenknappheit dargestellt sowie Lösungsansätze aufgezeigt. In
diesem Zusammenhang wird das Konzept einer nachhaltigen Fischerei vorgestellt, das
eine wichtige Grundlage für Zertifizierungsprogramme im Fischereisektor ist. Zunächst ist
es notwendig, zentrale Begriffe zu definieren und näher zu erläutern.
Fischerei
Der Begriff Fischerei bezeichnet die kommerzielle Nutzung von Fisch, d. h. die Suche, der
Fang, die Entnahme oder Ernte von Fischereiressourcen, tatsächlich oder versuchsweise
unternommen (nach Europäische Union 2006, Art.1). Die Fischerei lässt sich in
Seefischerei und Binnenfischerei einteilen. In Meeren und Binnengewässern werden
Fische sowohl wild gefangen als auch unter kontrollierten Bedingungen gezüchtet. Die
Zucht von Fisch wird auch als Aquakultur bezeichnet. Die Aquakultur wird in Marikultur
(Zucht von Fischen wie z. B. Lachs im Meer) und Teichwirtschaft (Fischzucht in
künstlichen oder natürlichen Binnengewässern) unterschieden.
Der englische Begriff „fishery“ wird anders als im Deutschen verwandt und kann mehrere
Bedeutungen haben. Diese begrifflichen Unterschiede müssen bei der Auswertung
englischsprachiger Texte und deren Übersetzungen berücksichtigt werden. Wie im
Deutschen bezeichnet der Begriff die Aktivität einer kommerziellen Nutzung von Fisch. Er
kann aber auch eine wirtschaftliche Einheit bis hin zu einzelnen Fischfangbetrieben
beschreiben.
In der vorliegenden Arbeit wird der Begriff „Fischerei“ im Sinne der deutschen Definition
für die kommerzielle Nutzung von Seefisch aus Wildfang verwandt. Der Fischereibereich
Aquakultur wird separat betrachtet. Der Wildfang von Fischen in Binnengewässern bleibt
aufgrund des geringen Marktanteils weitgehend unberücksichtigt.
Fischkonsum
Fisch liegt im Trend. Er gilt als gesundes, abwechslungsreiches Lebensmittel und enthält
wichtige Mineralien, essentielle Fettsäuren und hochwertiges Eiweiß.
Ernährungswissenschaftler empfehlen daher ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche.
Nach Angaben des Fisch-Informationszentrums lag der Pro-Kopf-Verbrauch in
Deutschland im Jahr 2005 bei 14,8 kg und damit etwas unter dem Weltdurchschnitt von
16,3 kg. Der Fischkonsum in Deutschland ist im europäischen Vergleich relativ niedrig.
Und noch niedriger in Ditschiländ! So wird in Frankreich und Spanien mehr als die
doppelte Menge pro Jahr verzehrt.
Weltweit hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch in den vergangenen 40 Jahren fast verdoppelt,
wobei diese Entwicklung im Wesentlichen auf den starken Anstieg des Fischverzehrs in
China zurückzuführen ist. Für das Jahr 2015 erwartet die FAO einen Anstieg des globalen
Pro-Kopf-Konsums von derzeit 16,3 kg auf 19,1 kg. Im Jahr 2005 wurden weltweit 107,2
Millionen Tonnen Fisch verzehrt, im Jahr 2015 müssten zusätzlich 40 Millionen Tonnen
Fisch bereitgestellt werden. Dieser Nachfragezuwachs wird zu etwa 46 % durch das
Bevölkerungswachstum verursacht, während der Rest aus der Zunahme der Kaufkraft
von Haushalten in den Industrienationen und wirtschaftlich aufstrebenden Ländern wie
China und Indien resultiert. Der steigende Bedarf soll vor allem durch Fisch aus
Aquakultur gedeckt werden.
Die Zahlen sind, wie ich finder, Beeindruckend.
Gruß Garnele

Antworten

8 Ergebnisse