ist das alles zu BaWü?
09.01.2009 00:29 | von himbeere (18) | Registriert seit: 08.12.2007 | Ort: Freiburg im Breisgau | Beiträge: 47
ich weiss,ich habe mich in der letzten zeit sehr rar gemacht.
nun,
viel neues gibt es von mir nicht....
ausser das ich viel gebacken habe vor weihnachten. das hat richtig spass gemacht und ich habe sogar eine linzer torte gebacken die ich schon seit jahr und tag ausprobieren wollte.
aber, meine lieben, gibt es zu BaWü wirklich nicht mehr zu sagen?
ich bin natürlich an und um FREIBURg interessiert.
was gibt es neues und vor allem GUTES!?
die straussen sind zu, und immer in die gleichen restaurants zu pilgern ist langsam langweilig.
war keiner in der adlerburg?
oder in dietenbachs rössle?
wie jetzt das geifeneckSchlössle ist würde mich auch interessieren.
das letzte mal war es unangenehm.
schlechter, unaufmerksamer service. ist aber schon ein jahr her.
da muss ich mich wohl selber auf die socken machen.
dann bis später
grüsse von himbeere
09.01.2009 01:07 | von Pfannenschwenker (114) | Registriert seit: 31.10.2007 | Ort: Ebensfeld | Beiträge: 5861
Schön das du dich auch wieder mal meldest.Ich wünsch Dir nachträglich ein gutes neues Jahr.
Gruss Pfanni
09.01.2009 02:35 | von KurtMA (234) | Registriert seit: 22.10.2007 | Ort: Mannheim | Beiträge: 1603
...
aber, meine lieben, gibt es zu BaWü wirklich nicht mehr zu sagen?
ich bin natürlich an und um FREIBURg interessiert.
was gibt es neues und vor allem GUTES!?
die straussen sind zu, und immer in die gleichen restaurants zu pilgern ist langsam langweilig.
war keiner in der adlerburg?
oder in dietenbachs rössle?
wie jetzt das geifeneckSchlössle ist würde mich auch interessieren.
das letzte mal war es unangenehm.
schlechter, unaufmerksamer service. ist aber schon ein jahr her.
da muss ich mich wohl selber auf die socken machen.
dann bis später
grüsse von himbeere
Hallo Himbeere,
ich stamme aus Freiburg (wohne jetzt aber schon ein paar jahre in Mannheim). 2008 haben uns diese Restaurants positiv überrascht:
Die Alte Burse (ehemals Cafe, jetzt eher Bistro - und mehr): http://www.restaurant-kritik.de/bewertung/101966/
Das Frühstücksbuffet im Panoramahotel (ehemals Jägerhäusle, eine echte Alternative zum Brunch im Greifenegg-Schlössle): http://www.restaurant-kritik.de/bewertung/101962/
Das neue St. Valentin (allerdings im Rahmen einer Feier, nicht a la carte): http://www.restaurant-kritik.de/bewertung/77442/
Die Krone in Heitersheim: http://www.restaurant-kritik.de/1777/
Auf meinem Merkzettel steht vor allem der Adler in Gottenheim: http://www.restaurant-kritik.de/96109/
sowie der Engel in Gutach: http://www.restaurant-kritik.de/84226/
(Colombi und Eichhalde sind natürlich immer die Top-Adressen in Freiburg)
Liebe Grüße,
Kurt
14.01.2009 16:48 | von himbeere (18) | Registriert seit: 08.12.2007 | Ort: Freiburg im Breisgau | Beiträge: 47
vielen dank für deine hinweise.
das valentin steht schon sehr lange auf meiner "muss ich unbedingt hin"- liste.
das colombi ist mir, ganz ehrlich, eine nummer zu fein. ich laufe ab und zu vorbei und bin pikiert über soviel geschniegeltes volk. (allein welche autos dort vorfahren)
in heitersheim kenne ich jemand aus der gastronomie, er lebt auch dort, das hönnte man mal gut verbinden.
wir waren im herbst in der halde auf dem schauinsland. fand ich auch gut.
die kellner waren etwas steif und zu bemüht.
ich lasse von mir hören, wenn ich meine restaurantBesuche wieder aufgenommen habe. momentan sind wir gerne zum essen zu hause.
liebe grüsse
himbeere
14.01.2009 16:50 | von himbeere (18) | Registriert seit: 08.12.2007 | Ort: Freiburg im Breisgau | Beiträge: 47
du kommst im sommer dran! :-)))
badische grüsse
14.01.2009 16:54 | von Gelöschter Benutzer
14.01.2009 17:40 | von KurtMA (234) | Registriert seit: 22.10.2007 | Ort: Mannheim | Beiträge: 1603
lieber kurtma,
vielen dank für deine hinweise.
das valentin steht schon sehr lange auf meiner "muss ich unbedingt hin"- liste.
das colombi ist mir, ganz ehrlich, eine nummer zu fein. ich laufe ab und zu vorbei und bin pikiert über soviel geschniegeltes volk. (allein welche autos dort vorfahren)
in heitersheim kenne ich jemand aus der gastronomie, er lebt auch dort, das hönnte man mal gut verbinden.
wir waren im herbst in der halde auf dem schauinsland. fand ich auch gut.
die kellner waren etwas steif und zu bemüht.
ich lasse von mir hören, wenn ich meine restaurantBesuche wieder aufgenommen habe. momentan sind wir gerne zum essen zu hause.
liebe grüsse
himbeere
Hallo himbeere,
da das Colombi zu den Top-Restaurants in Deutschland gehört, geht es dort schon deutlich förmlicher zu als in den anderen erwähnten Restaurants (und auch die Preise sind ein Vielfaches der anderen Restaurants). Wenn man das Colombi mit anderen Restaurants dieser Kategorie vergleicht, ist es in Sachen Preis/Leistung für mich immer noch das absolute Maß der Dinge! Diese Art vor Restaurants muss man aber mögen, sonst macht das natürlich überhaupt keinen Sinn.
Ansonsten ist die Krone in Heitersheim immer das Restaurant gewesen, das uns am positivsten überrascht hat (noch vor der Eichhalde, die auch schon in Richtung Colombi geht - vor einigen Jahren haben die für Gesprächsstoff gesorgt, als sie ihren Stern freiwillig abgaben). Am häufigsten waren wir aber immer in einer der vielen guten Straußenwirtschaften der Region, die natürlich hier bei RK nicht aufgeführt sind. Die Fünfgeld-Strauße in Heitersheim, Uff'm Buck in Bahlingen, Poldi in Niederrimsingen, Kapellenblick-Strauße in Munzingen, die Schlatthof-Strauße in Freiburg, zur Spargelzeit Gerhard's Strauße in Jechtingen und viele andere würde ich meist jedem "normalen" Restaurant vorziehen...
Die Halde kenne ich nur von kurzen Rasten beim Langlauf, das fanden wir aber immer gut. Damals war das Restaurant in der Bergstation eine echte Alternative (die Kombination von Frühstücksbuffet dort mit der Tretroller-Abfahrt ist einfach genial!).
Ich habe übrigens noch drei sehr gute Restaurants rund um das Elztal vergessen:
1. Die Krone in Freiamt - die kenne ich extrem gut aus meiner Jugend, vor ein paar Jahren haben wir sie dann wiederentdeckt. Aus der urigen Bauernkneipe ist ein toller Landgasthof mit Ambitionen geworden. http://www.restaurant-kritik.de/5166/
2. Bäreneckle in Selbig (bei Elzach) http://www.restaurant-kritik.de/93183/
3. Rössle in Elzach http://www.restaurant-kritik.de/3724/
Alle drei überzeugen durch gute Küche und ein für die Region geniales Preis/Leistungsverhältnis.
Liebe Grüße,
Kurt
14.01.2009 23:51 | von ari (199) | Registriert seit: 13.02.2007 | Ort: Tönisvorst | Beiträge: 1931
ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was Straußenwirtschaften sind.
Ich kannte den Begriff nicht, habe aber an die Heurigen in Österreich gedacht (und lag wohl gar nicht falsch), jetzt hat mir Wikipedia weitergeholfen:
Eine Straußwirtschaft ist grundsätzlich mit dem Ausschank von selbst erzeugtem Wein durch einen Winzer in dessen Räumen oder Weinkeller verbunden. Die Straußwirtschaft fällt nicht unter den Begriff des Gewerbes und ist daher erlaubnis- und abgabenfrei. Die Erlaubnisfreiheit liegt jedoch nur vor, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, die in den Bundesländern teilweise unterschiedlich geregelt sind, aber in wesentlichen Punkten übereinstimmen.
Die Räumlichkeiten für eine Straußwirtschaft weisen unterschiedlichen Charakter auf, neben gaststättenähnlich eingerichteten Besen findet sich auch die Scheune, die mit einfachen Sitzbänken provisorisch umgebaut wurde. In früheren Jahrzehnten sollen die Winzer auch schon mal ihre Wohnung oder den Viehstall ausgeräumt haben. Buschenschank oder Heuriger wird diese Form der Gastwirtschaft in Österreich genannt. Der Name leitet sich ab von einer Stange, an die vor dem Eingang ein Föhrenbusch oder Reisigbesen gesteckt wird. Damit zum zweiten Ausdruck: "Ausg´steckt is´". Damit wurde in früheren Zeiten dem Steuereintreiber die Steuerpflicht "kundgetan". Die "Buschenschank" und das "Ausg´steckt is´" gehen auf eine Verordnung Kaiserin Maria Theresias zurück.
15.01.2009 01:02 | von DerSilberneLoeffel (168) | Registriert seit: 31.08.2007 | Ort: Coburg | Beiträge: 2949
15.01.2009 01:06 | von ari (199) | Registriert seit: 13.02.2007 | Ort: Tönisvorst | Beiträge: 1931
Ich kenn nur Kellerwirtschaften aus meiner Frankenzeit.
15.01.2009 01:10 | von Gelöschter Benutzer
15.01.2009 01:36 | von Pfannenschwenker (114) | Registriert seit: 31.10.2007 | Ort: Ebensfeld | Beiträge: 5861
Und in Kärnten (Östreich) nennen sie sich Buschenschenken.
Das sind meist kleine Weinbauern und die dürfen nur Ihre eigenen Erzeugnisse dort verkaufen.
15.01.2009 01:41 | von Gelöschter Benutzer
15.01.2009 02:05 | von KurtMA (234) | Registriert seit: 22.10.2007 | Ort: Mannheim | Beiträge: 1603
In unserem Teil von Franken gibt es so gut wie keine Straussenwirtschaften.Im fränkischen Weinanbaugebieten (Würzburg,Zeil am main usw.)sind sie jedoch häufig zu finden.
Und in Kärnten (Östreich) nennen sie sich Buschenschenken.
Das sind meist kleine Weinbauern und die dürfen nur Ihre eigenen Erzeugnisse dort verkaufen.
Die Regeln für eine Straußenwirtschaft sind in jeder Region etwas anders, weisen aber doch gewisse Ähnlichkeiten auf. In der Regel ist die Anzahl der Sitzplätze beschränkt (in Südbaden zum Beispiel dürfen es nur 40 sein), man darf nur einfache Gerichte verkaufen (das mit den eigenen Erzeugnissen wurde etwas aufgelockert) und man darf insgesamt nur 4 Monate im Jahr geöffnet haben.
Dafür braucht man dann keine Gastro-Lizenz, und auch bei der Infrastruktur (Küchen, Toiletten usw.) hat man deutlich mehr Freiheiten.
In Südbaden haben inzwischen über die Hälfte der Straußen Lizenzen, so dass sie Teile der Restriktionen umgehen können. So gibt es Straußen mit deutlich über 100 Sitzplätzen. In diesen profesionell geführten "Straußen" geht es oft zu wie in einem "normalen" Restaurant, man spart als Gast auch kein Geld. Ich würde sagen, die Straußen sind auch so eine Art Lebenseinstellung. Es geht da meist etwas lockerer zu, es ist ganz normal, sich zu anderen an den Tisch zu setzen. Da kommt man super ins Gespräch mit anderen Gästen oder den Wirtsleuten!
Liebe Grüße,
Kurt
15.01.2009 12:20 | von salamander (0) | Registriert seit: 05.12.2008 | Ort: Westermarsch I | Beiträge: 189
Die Regeln für eine Straußenwirtschaft sind in jeder Region etwas anders, weisen aber doch gewisse Ähnlichkeiten auf. In der Regel ist die Anzahl der Sitzplätze beschränkt (in Südbaden zum Beispiel dürfen es nur 40 sein), man darf nur einfache Gerichte verkaufen (das mit den eigenen Erzeugnissen wurde etwas aufgelockert) und man darf insgesamt nur 4 Monate im Jahr geöffnet haben.
Dafür braucht man dann keine Gastro-Lizenz, und auch bei der Infrastruktur (Küchen, Toiletten usw.) hat man deutlich mehr Freiheiten.
In Südbaden haben inzwischen über die Hälfte der Straußen Lizenzen, so dass sie Teile der Restriktionen umgehen können. So gibt es Straußen mit deutlich über 100 Sitzplätzen. In diesen profesionell geführten "Straußen" geht es oft zu wie in einem "normalen" Restaurant, man spart als Gast auch kein Geld. Ich würde sagen, die Straußen sind auch so eine Art Lebenseinstellung. Es geht da meist etwas lockerer zu, es ist ganz normal, sich zu anderen an den Tisch zu setzen. Da kommt man super ins Gespräch mit anderen Gästen oder den Wirtsleuten!
Liebe Grüße,
Kurt
Hallo!
Straussenwirtschaften,besenwirtschaften,alles nett,und so urig,auch die vereinsgastronomie,sehr schön,da können kommunalpolitiker zeigen,wie lieb sie ihre wähler haben.
Aber:Warum nicht gleiche behandlung für alle,lebensmittelrechtlich,steuerlich und so weiter...Adrenalin,blutdruck
Viele Grüsse
15.01.2009 14:30 | von KurtMA (234) | Registriert seit: 22.10.2007 | Ort: Mannheim | Beiträge: 1603
Hallo!
Straussenwirtschaften,besenwirtschaften,alles nett,und so urig,auch die vereinsgastronomie,sehr schön,da können kommunalpolitiker zeigen,wie lieb sie ihre wähler haben.
Aber:Warum nicht gleiche behandlung für alle,lebensmittelrechtlich,steuerlich und so weiter...Adrenalin,blutdruck
Viele Grüsse
Na ja, das ist doch wirklich etwas kurz gedacht! Rund um Freiburg wird diese Diskussion auch immer wieder geführt, Wirte auf dem Land fühlen sich von Straußenwirtschaften "bedroht". Meine Gegenargumente:
* So gut wie alle Straußenwirtschaften erlangen schon nach wenigen Jahren eine Konzession - oder schließen wieder. Das ist ein klares Indiz dafür, dass die Nachteile (nur 4 Monate im Jahr geöffnet, nur 40 Sitzplätze, nur einfache Gerichte usw.) schwerer wiegen als die Vorteile! Die Vorteile senken nur die Hürde für den ersten Schritt...
* Früher einmal ging man in Staußenwirtschaften, weil es da billiger war als in "normalen" Wirtschaften. Dem ist schon lange nicht mehr so, in vielen Straußen gibt man mehr Geld aus als in einem durchschnittlichen Restaurant (weil man mehr isst und meist auch einiges an Wein trinkt)! In diesem Fall erwartet der Kunde natürlich auch Qualität - beim Essen wie auch im Umfeld. Ein Plumpsklo oder so (was möglicherweise nicht verboten wäre), das kann man sich heutzutage wirklich nicht mehr erlauben! Dementsprechend erfüllen auch die wenigen Straußen ohne Konzession selbstverständlich alle Auflagen, die man für eine Konzesion erfüllen müsste...
* Komischerweise schimpfen in den Fällen, die ich kenne, immer die Wirte von schlecht geführten Restaurants. Für die sind Straußen eine gute Ausrede, man selber hat ja gar nichts falsch gemacht (der typische Rach-Kandiat?)...
Viele gute Wirte erkennen das Potenzial, das ihnen gute Straußenwirtschaften bieten: Kaum ein Städter würde spontan irgendwo im letzten Winkel eine Wirtschaft besuchen. Wenn nun eine Straußenwirtschaft Gäste anlockt (oft aus der Stadt), lernen die auch das Umfeld kennen und gehen, wenn sie z.B. außerhalb der sehr eingeschränkten Öffnungszeiten kommen, auch mal in das Gasthaus nebenan! Das klappt natürlich nur, wenn der Wirt der entsprechenden Klientel das richtige Umfeld bietet (schöner Biergarten o.ä.), regionale Küche geboten wird und Preis/Leistung stimmt.
Ich habe schon öfter erlebt, dass Orte, in denen gute Straußenwirtschaften aufmachten, regelrecht "aufblühten" - Konkurrenz belebt das Geschäft (auch wenn hin und wieder jemand duch's Rost fällt)! Ich bin vor allem so auf viele gute Landgasthäuser aufmerksam geworden.
* Sehr viele Gäste gehen nicht in eine Strauße, statt ein normales Restaurant zu besuchen. Das ist meist etwas komplett anderes - viel ungezwungener und persönlicher. Wie schon gesagt, ist es ganz normal, mit anderen Gästen am Tisch zu sitzen und mit denen (oder dem Personal) auch Gespräche zu führen. Eine Wirtschaft, die das bietet, wird selbstverständlich von derselben Klientel besucht, die die Frage der Konzession reichlich wenig interessiert! Der Gastgeber muss halt das richtige Angebot für die Klientel bieten...
Es gibt viele Beispiele, wo eine ehemalige Strauße schon seit vielen Jahren eine Lizenz hat und ganzjährig geöffnet hat. Trotzdem stehen sie noch im "Straußenführer" (ein Heft, in dem alle Straußen der Region mit Öffnungszeiten verzeichnet sind) und ziehen immer noch die selbe Klientel an wie früher.
Ich selbst bin absoluter Straußen-Fan, was mich nicht daran hindert, selbstverständlich auch andere Restaurants zu besuchen! Ob Strauße, Kneipe, gutbürgerliches oder Sterne-Restaurant - alles zu seiner Zeit (siehe meine Bewertungen)!
Liee Grüße,
Kurt
15.01.2009 14:54 | von DerSilberneLoeffel (168) | Registriert seit: 31.08.2007 | Ort: Coburg | Beiträge: 2949
Und ja, wir sind auch schon auf Lokale aufmerksam geworden, die wir ausserhalb der "Sonderzeiten" besuchen. Da wären wir sonst wirklich nie auf die Idee gekommen, von der Landstraße abzufahren.
15.01.2009 16:03 | von salamander (0) | Registriert seit: 05.12.2008 | Ort: Westermarsch I | Beiträge: 189
Die Räumlichkeiten für eine Straußwirtschaft weisen unterschiedlichen Charakter auf, neben gaststättenähnlich eingerichteten Besen findet sich auch die Scheune, die mit einfachen Sitzbänken provisorisch umgebaut wurde. In früheren Jahrzehnten sollen die Winzer auch schon mal ihre Wohnung oder den Viehstall ausgeräumt haben. Buschenschank oder Heuriger wird diese Form der Gastwirtschaft in Österreich genannt. Der Name leitet sich ab von einer Stange, an die vor dem Eingang ein Föhrenbusch oder Reisigbesen gesteckt wird. Damit zum zweiten Ausdruck: "Ausg´steckt is´". Damit wurde in früheren Zeiten dem Steuereintreiber die Steuerpflicht "kundgetan". Die "Buschenschank" und das "Ausg´steckt is´" gehen auf eine Verordnung Kaiserin Maria Theresias zurück.
Hallo Kurt,
die kopie ist von wikipedia,und solange man sich an die massgaben hält,ist ja soweit alles in ordnung,obwohl mir die erlaubnis-und abgabenfreiheit nicht gefällt.
Ich habe aber gehört,dass unter der flagge "Strausswirtschaft" mittlerweile auch grosstanker fahren,die mit der intention des gesetzgebers nichts mehr zu tun haben.Aber ich kenne BaWü nicht gut genug.
Ostfriesland aber kenne ich.Hier gibt es keine strausswirtschaften(die erträge aus weinanbau sind marginal),aber jedes dorf hat vereinsheime,vor allen dingen für bossler,die als geräteschuppen geplant und subventioniert und, wunderbarerweise,nach einiger zeit als gutausgestattete gaststätten wie phönix aus der asche gekrochen kamen.Dort finden dann für -relativ-kleines geld hochzeiten,jubiläen und firmenfeiern statt,denn rechnen können die sparsamen Ostfriesen auch.
Nach dem rauchverbot hat sich die situation verschärft,denn in den sogenannten vereinsheimen darf natürlich bei veranstaltungen weiter geraucht werden,beim dorfwirt nicht.Das heisst,dass 90% der grünkohlfeiern von firmen,familien u.ä.abgesagt werden,sobald der wirt auf dem rauchverbot besteht.
Das ergebnis:In Ostfriesland findet auf dem platten land gastronomie nicht mehr statt,und auch an der küste sind wir nicht sehr glücklich.Und:Es schimpfen nicht nur die kandidaten für Rach...
Viele Grüsse
15.01.2009 16:26 | von DerSilberneLoeffel (168) | Registriert seit: 31.08.2007 | Ort: Coburg | Beiträge: 2949
Dafür haben unsere Gastronomen dagegen zu kämpfen, dass diese Sportheime trotzdem gut ausgelastet sind - dann eben von Caterern versorgt. Was auch wieder den Gastronomen das Wasser abgräbt. Einige Gastronomen haben sich aber auch hier gewandelt und bieten einen Cateringservice trotzdem an. Teils auch mit Personal und kompletter Einrichtung, die ausgeliehen werden kann.
15.01.2009 18:41 | von salamander (0) | Registriert seit: 05.12.2008 | Ort: Westermarsch I | Beiträge: 189
dieses vereinsheimcatering kenne ich von hier auch.Das sind meistens autodidakten.Na gut,mit didakteln haben die eigentlich nichts am hut,aber ein auto haben sie schon,oder sie leihen sich eins.Ich-AGs,hausmänner/frauen,aber:
In den 3-4 monaten,in denen sie existieren,unübertroffen billig.Mit normalen kalkulationen kannst du da nicht gegen anstinken.Beispiel:Kalt- warmes buffet,mit geschirr und 2 mann service 7euro20 pro person.
Aber eine frage:Weisst du,ob es in BaWü Strausswirtschaften nur in gemeinden mit winzern gibt?
Viele Grüsse
15.01.2009 19:27 | von DerSilberneLoeffel (168) | Registriert seit: 31.08.2007 | Ort: Coburg | Beiträge: 2949
15.01.2009 20:38 | von KurtMA (234) | Registriert seit: 22.10.2007 | Ort: Mannheim | Beiträge: 1603
Na, ich gehe mal davon aus, dass solche Wirtschaften doch an die Eigenerzeugung angeschlossen sind. Ist meines Wissens nach sogar Bedingung. Alles andere wäre ja mehr oder weniger Gastronomie auf Probe mit erleichterten Auflagen.
Also, zumindest in Südbaden (wo ich nahezu alle Straußenwirtschaften kenne, und das sind bald 100) ist das so. Wie gesagt, darf man inzwischen auch dezent zukaufen (z.B. Würste).
Fast alle Straußen vermarkten in erster Linie die eigenen Weine. Nur diese plus alkoholfreie Getränke dürfen ausgeschenkt werden, wenn man keine Lizenz hat. Es gibt auch ganz wenige Straußen mit anderem Schwerpunkt, z.B. Apfelwein oder selbstgebrannter Schnaps (in den Vorbergen des Schwarzwald). Für den Schnaps braucht es übrigens, wenn ich mich richtig erinnere, auch schon wieder die Konzession.
Sehr viele Straußen dienen sogar primär dem Weinverkauf (Beispiel: Die Hunnen-Strauße in Gottenheim, die einer der Hauptlieferanten von Jörg Müller und Blum's Fisch-Bistro auf Sylt ist - und natürlich von mir ;-) ). Was gibt es für Weinliebhaber besseres, als die Weine vor dem Kauf in einer Strauße probieren zu können (und zu wissen, dass man fast die selbe Weine auch im nächsten Jahr dort findet)?
@Salamander: Die "Großbetriebe", die sich Straußenwirtschaft nennen, haben allesamt eine Konzession. Der Begriff "Strauße" wird von denen nur noch verwendet, um die entsprechende Klientel weiterhin anzulocken. Diese Restaurants werden von "Hardcore-Strußenfans" wie uns nicht besucht, das sind fast allesamt Touristenfallen!
Mein Plädoyer für Straußenwirtschaften gilt übrigens nicht für Vereinsheime - mit denen habe ich auch so manches Mal meine Probleme! Die Straußen selber sind in Südbaden wirklich etwas ganz anderes, haben viel zu tun mit Lebensart (vergleichbar vielleicht mit Bierzelt, Hofbräuhaus u.ä. in Bayern). Das kann man wahrscheinlich nur verstehen, wenn man hier aufgewachsen ist oder lange hier gelebt hat! Da wir hier im Baden-Württemberg-Forum sind, bin ich nicht auf die Straußen in der Pfalz und Hessen eingegangen, wo die Sache schon wieder komplett anders aussieht.
Noch was zum Rauchverbot: Viele Straußen haben schon vor 10 und mehr Jahren Rauchverbot erteilt! Da hier der Wein und das Essen im Mittelpunkt stehen sollen, ist das natürlich besonders wichtig (zudem haben viele Straußen natürlich keine besonders effiziente Lüftung)! Ein weiterer Grund dafür, dass ich die so toll finde...
Liebe Grüße,
Kurt
20.04.2009 15:23 | von himbeere (18) | Registriert seit: 08.12.2007 | Ort: Freiburg im Breisgau | Beiträge: 47
es gibt im glottertal eine strausse und in hinterzarten/breitnau.
beide haben, soviel ich weiss, nichts mit weinanbau zu tun.
die in breitnau hat nur sa/so und feiertags geöffnet und steht nicht im straussenführer.
(hat aber eine webseite)
liebe grüsse
himbeere
20.04.2009 16:16 | von KurtMA (234) | Registriert seit: 22.10.2007 | Ort: Mannheim | Beiträge: 1603
hallo salamander,
es gibt im glottertal eine strausse und in hinterzarten/breitnau.
beide haben, soviel ich weiss, nichts mit weinanbau zu tun.
die in breitnau hat nur sa/so und feiertags geöffnet und steht nicht im straussenführer.
(hat aber eine webseite)
liebe grüsse
himbeere
Hallo Himbeere,
die Haberstroh-Strauße im Glottertal hat sehr wohl eigene Weine - erst letzte Woche habe ich die (leider) vorletzte 1998er Spätlese Weißherbst getrunken!
Früher war das eine meiner Lieblingsstraußen, bis man in Richtung süße / halbtrockene Weine umschwenkte. Die haben schon seit Ewigkeiten eine Lizenz, weshalb ein erweitertes Speisenangebot verkauft werden kann. Zumindest die Würste waren aber immer selbst gemacht (man hat eine eigene Schweinezucht) und mit das Beste, was man in der Region Freiburg bekommen konnte!
Eine Strauße ganz ohne Wein, das wäre schon etwas seltsam - siehe die Geschichte der Straußenwirtschaften.
Es gibt im Glottertal übrigens noch zwei ganz interessante Alternativen, die eher in Richtung Breitnau gehen dürften: Der Wuspenhof (http://www.wuspenhof.de/) und der Mosthof. Wer auf Apfelwein, Schnaps, Speck, Leberwurst, Bauernbrot und Butter (natürlich alles selbst gemacht) steht, sollte das mal ausprobieren...
Liebe Grüße,
Kurt
21.05.2009 13:27 | von himbeere (18) | Registriert seit: 08.12.2007 | Ort: Freiburg im Breisgau | Beiträge: 47
danke für deine infos.
wir werden beides ausprobieren, gehört habe ich von beiden noch nichts.
in march-buchheim gibt es seit letzes jahr eine neue straussen.
www.schill-hof.de
wir waren letzte woche dort und es hat uns gut gefallen.
ein sehr schöner hof mit bio sachen.
der käseteller war ein gedicht!
liebe grüsse
himbeere
21.05.2009 13:51 | von KurtMA (234) | Registriert seit: 22.10.2007 | Ort: Mannheim | Beiträge: 1603
...
in march-buchheim gibt es seit letzes jahr eine neue straussen.
...
Liebe himbeere,
davon hatte ich schon gehört. Buchheim ist natürlich deutlich leichter zu erreichen als die Bauernhöfe im Glottertal!
Ein Tipp noch: Gerade der Wuspenhof ist ideal geeignet für eine Wanderung z.B. von St. Peter aus oder auch von Freiburg (oder Gundelfingen-Wildtal) über das Föhrental! Wenn es noch etwas anstrengender sein soll, bietet sich die Route über den Roßkopf an. Zurück fahren dann Busse, das siehst Du ja beim RVF.
http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&msa=0&msid=106075021157496316326.00045e7ee30a634b61acc&ll=48.044349,7.910843&spn=0.138177,0.270195&t=p&z=12
Liebe Grüße,
Kurt
22.05.2009 00:13 | von Pfannenschwenker (114) | Registriert seit: 31.10.2007 | Ort: Ebensfeld | Beiträge: 5861
In unseren Östreichurlauben waren wir immer sehr viel in Buschenschenken.Da gabs zwar keinen Wein aber Most.
Gruss Pfanni
22.05.2009 00:48 | von KurtMA (234) | Registriert seit: 22.10.2007 | Ort: Mannheim | Beiträge: 1603
Ich glaub ich bin in der falschen Gegend zu Hause.
In unseren Östreichurlauben waren wir immer sehr viel in Buschenschenken.Da gabs zwar keinen Wein aber Most.
Gruss Pfanni
Das ist das geniale an der Gegend um Freiburg: Im Rheintal (rund um Freiburg und speziell am Kaiserstuhl ist die wärmste Region Deutschlands) gibt es Wein usw. und damit die Straußenwirtschaften. Im Bergland (das immerhin bis auf 1493m hinauf geht - der höchste Punkt der Stadt Freiburg sind 1286 Meter, womit Freiburg die höchstgelegene Großstadt Deutschlands ist!) gibt es dann die - ja, sagen wir einmal: Berggasthöfe mit Apfelwein (Most), Schnaps, Schwarzwälder Schinken usw.! Da kann man übrigens wunderbar Urlaub machen... ;-)
Liebe Grüße,
Kurt
22.05.2009 01:11 | von Pfannenschwenker (114) | Registriert seit: 31.10.2007 | Ort: Ebensfeld | Beiträge: 5861
Gruss Pfanni
14.06.2009 20:50 | von heinz (20) | Registriert seit: 08.11.2006 | Beiträge: 1
Hallo himbeere,
da das Colombi zu den Top-Restaurants in Deutschland gehört, geht es dort schon deutlich förmlicher zu als in den anderen erwähnten Restaurants (und auch die Preise sind ein Vielfaches der anderen Restaurants). Wenn man das Colombi mit anderen Restaurants dieser Kategorie vergleicht, ist es in Sachen Preis/Leistung für mich immer noch das absolute Maß der Dinge! Diese Art vor Restaurants muss man aber mögen, sonst macht das natürlich überhaupt keinen Sinn.
Ansonsten ist die Krone in Heitersheim immer das Restaurant gewesen, das uns am positivsten überrascht hat (noch vor der Eichhalde, die auch schon in Richtung Colombi geht - vor einigen Jahren haben die für Gesprächsstoff gesorgt, als sie ihren Stern freiwillig abgaben). Am häufigsten waren wir aber immer in einer der vielen guten Straußenwirtschaften der Region, die natürlich hier bei RK nicht aufgeführt sind. Die Fünfgeld-Strauße in Heitersheim, Uff'm Buck in Bahlingen, Poldi in Niederrimsingen, Kapellenblick-Strauße in Munzingen, die Schlatthof-Strauße in Freiburg, zur Spargelzeit Gerhard's Strauße in Jechtingen und viele andere würde ich meist jedem "normalen" Restaurant vorziehen...
Die Halde kenne ich nur von kurzen Rasten beim Langlauf, das fanden wir aber immer gut. Damals war das Restaurant in der Bergstation eine echte Alternative (die Kombination von Frühstücksbuffet dort mit der Tretroller-Abfahrt ist einfach genial!).
Ich habe übrigens noch drei sehr gute Restaurants rund um das Elztal vergessen:
1. Die Krone in Freiamt - die kenne ich extrem gut aus meiner Jugend, vor ein paar Jahren haben wir sie dann wiederentdeckt. Aus der urigen Bauernkneipe ist ein toller Landgasthof mit Ambitionen geworden. http://www.restaurant-kritik.de/5166/
2. Bäreneckle in Selbig (bei Elzach) http://www.restaurant-kritik.de/93183/
3. Rössle in Elzach http://www.restaurant-kritik.de/3724/
Alle drei überzeugen durch gute Küche und ein für die Region geniales Preis/Leistungsverhältnis.
Liebe Grüße,
Kurt
Ein Tipp von mir für Elzach: Schäcks Adler in Oberprechtal





