Neuer Lebensmittelskandal in Deutschland
18.04.2008 | Autor DerGaumenkitzler (75) | Allgemein | Kommentare (0)
Deutschland hat aktuell einen erneuten Lebensmittelskandal zu verbuchen. Diesmal trifft es Würzburg, die Hauptstadt Unterfrankens.
Allerdings handelt es sich in diesem Fall nicht um sogenanntes Gammelfleisch. Wie die Staatsanwaltschaft in Memmingen bestätigte, ist es in der Vergangenheit bei der Würzburger Metzgergenossenschaft EVGEDEM wiederholt zu Umetikettierungen von Tierhäuten gekommen, die daraufhin in mehrere Bundesländer verkauft worden sein sollen. Man geht davon aus, dass diese als K-3 Ware bezeichneten Häute auch in der Gelatineherstellung Verwendung gefunden haben.
Untersucht werden bei der EVGEDEM die Zeiträume zwischen 2006 bis 2008. "Es wird intensiv versucht, die Vertriebswege nachzuvollziehen", so Andreas Rossa von der Staatsawaltschaft. Die Ware hätte lediglich als Tierfutter weiter verwendet werden dürfen. Ob es sich um eine absichtliche oder versehentliche Umetikettierung handelte, bleibt noch zu klären. Ebenso ist noch offen, wer alles von den Umdeklarierungen wusste und ob auch Abnehmer der Tierhäute involviert waren.
Der Metzgergenossenschaft, die rund 50 Mitarbeiter beschäftigt, wurde bereits am Dienstag die Zulassung für den Handel mit tierischen Nebenprodukten entzogen.





