Kap-malaiische Spitzenküche im Europapark begeistert Besucher

15.08.2008 | Autor DerGaumenkitzler (75) | Allgemein, Koch | Kommentare (1)

Die Südafrikanische Spitzenköchin Cass Abrahams stellte im Europapark Rust einmal mehr unter Beweis, dass Sie sich in Ihrer Heimat bereits den Status der "lebenden Legende" erkocht hat. Rund 2500 Besucher des Freizeitparks hatten Gelegenheit, Abrahams Kreationen während der Südafrikanischen Wochen zu genießen. cassgut.jpg Rust/Freiburg: Cass Abrahams ist eine der bekanntesten Köchinnen aus dem Süden des schwarzen Kontinents und kochte bereits für Größen wie Nelson Mandela. Auch zur Fußball-EM in Wien vertrat sie ihr Heimatland und stimmte die Gäste kulinarisch auf die dortige Weltmeisterschaft 2010 ein. In ihrem Restaurant bei Kapstadt vereint sie gekonnt landestypische Zutaten mit indonesischen Gewürzen und europäischen Einflüssen. Die kap-malaiische Küche entstand, als die ersten Sklaven aus Indonesien und dem damaligen Batavia von den Holländern nach Südafrika gebracht wurden. Denn in den Küchen der holländischen Kolonialmacht wurden fortan nicht mehr nur rein holländische Gerichte zubereitet, sondern die Sklaven mischten die ihnen bekannten Gewürze mit den landestypischen Zutaten und vorgegebenen Rezepten. Außergewöhnliche Geschmackrichtungen begannen sich zu etablieren. Vom 27. Juli bis 10. August verwöhnte Cass Abrahams ihre Gäste im Restaurant „Bamboe Baai“ mit außergewöhnlichen Kreationen wie Straußensteak mit Cranberries und Süßkartoffelpüree, Boerewors, dem südafrikanischen Nationalgericht Bobotie und vielen weiteren Leckereien. Nicht nur Tagesgäste des Parks und Übernachtungsgäste des Europa-Park Hotel Resorts nahmen das außergewöhnliche Angebot in Anspruch, sondern einige Gäste nahmen für den exotischen Gaumengenuss mehrstündige Anfahrtswege in Kauf. Abrahams begegnete dem Angebot, in einem Freizeitpark zu kochen zunächst skeptisch. „Ich hatte bereits mehrmals in Disneyworld gekocht und hatte im badischen Rust eine ähnlich schillernde und bunte Vergnügungswelt erwartet“, so Cass Abrahams. „Im Europa-Park habe ich aber etwas ganz Anderes gefunden, hier fasziniert mich vor allem die Detailverliebtheit, mit der die kulturellen Eigenheiten der einzelnen Länder dargestellt werden. Die Umsetzung ist einfach fantastisch“, schwärmte sie. Die Idee zu dieser kulinarischen Aktion hatte Thomas Mack, der mittlerweile für die Gastronomie und die Hotel-Resorts im Park verantwortlich zeichnet. Während seines Studiums absolvierte Mack ein sechsmonatiges Praktikum auf dem bekannten Weingut Seidelberg, welches speziell für die Südafrikanischen Wochen ein auserlesenes Weinsortiment zusammenstellte. Inspiriert von dieser Zeit am Kap reifte in ihm der Entschluß, die südafrikanische Küche auch einem breiteren Publikum in der badischen Heimat und darüber hinaus bekannt zu machen. cassguddd.jpg So wie bereits in der Vergangenheit wird Cass Abrahams sicher auch weiterhin durch die Welt reisen - immer ein Ziel vor Augen: den Menschen auf dem Erdball ein Stück ihrer heimatlichen Küche näherzubringen. Getreu ihrer Aussage: „Südafrika hat eine eigenständige Küche und meine größte Leidenschaft ist es, diese am Leben zu erhalten“ Text: Der Gaumenkitzler, Fotos: Europa-Park Unternehmenskommunikation

Bayern | Berlin

Kommentare (1)

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17.08.2008 bearbeiten
Harleypaule

Nunmal langsam! langsam! Eben zurück von einer 14-tätigen Gourmetreise durch Südafrika fühle ich mich berufen, hier etwas dazu zu sagen.
Nur weil die Frau ein Kochbuch herausgebracht, in Wien gekocht hat und Miteigentümerin eines gehobenen Lokals im Kapstädter Schloß ist, ist sie noch lange keine Spitzenköchin und schon gar keine lebende Legende. Zu dieser wird sie nur von der schreibenden Zunft hochstilisiert. Wahrscheinlich weniger aufgrund ihrer Kochkunst als vielmehr wegen ihres sympatischen Auftretens. Die wahren Meister in Südafrika sind nach wie vor Frank Zlomke im Grande Roche Hotel, Paarl, sowie Margot Janse vom "le quartier francais" und Ryan Smith vom Restaurant Mange Tout, beide in Franschhoek. Dazu zählt natürlich auch der lange Jahre unangefochtene Franck Dangereux (jetzt: the Food Barn). Wer darüber hinaus einen kulinarischen Abend im La Colombe im Constantia Uitsig Hotel verbringen durfte, sieht die "Legende" Cass Abrahams etwas wirklichkeitsnäher.

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