In Kürze neu in München: Shane's Restaurant

26.10.2009 | Autor Dirk Baranek (73) | Neueröffnung | Kommentare (3)

Ab November ist die Münchner Restaurant-Szene um einen Höhepunkt reicher: Shane’s Restaurant eröffnet offiziell am 3. November 2009 im Vier-Sterne-Derag-Hotel Prinzessin Elisabeth in der Geyerstraße 52. Kreativer Kopf und Küchenchef ist der irisch-österreichische Spitzenkoch Shane McMahon. „Wir waren von Anfang an von Shane McMahon begeistert“, freut sich Ole Kloth, General Manager des Hotels Prinzessin Elisabeth. „Shanes hochwertige, aber dennoch bodenständige, Küche passt hervorragend zu uns und dem Künstler-Flair des Glockenbach-Viertels. Shane’s Restaurant wird mit Sicherheit ein voller Erfolg bei unseren Gästen und Nachbarn, die schon sehr gespannt auf die offizielle Eröffnung sind.“ „Shane’s Restaurant“ vereint eine originelle, ehrliche und abwechslungsreiche Küche mit einem multikulturellen Touch. Seine Küche ist europäisch-asiatisch geprägt, die Speisekarte wechselt je nach Saison. „Ich koche am liebsten mit Zutaten, die typisch für die Region und die aktuelle Saison sind. Den geschmacklichen Feinschliff verleihen die Gewürze — und die dürfen ihren Ursprung gerne auch etwas weiter weg haben“, erklärt McMahon. Wer einen Blick in die Karte wirft, versteht, was Shane McMahon damit meint: Ob eingelegter Muskatkürbis mit Lemon Chicken in Cury-Curcuma-Schaum, Blumenkohl-Wasabicremesuppe oder geschmorte Ochsenbackerl mit Pastinaken-Schmortomatenpüree — Shane McMahons Motto ist „just cook it“. Die Spezialität im neuen „Shane’s Restaurant“: Das Überraschungsmenü. Entsprechend den individuellen Geschmäckern des Gastes stellen McMahon und sein Team spontan ein Menü zusammen. Hierbei lassen sie der Fantasie freien Lauf. Kreiert wird, was die Küche hergibt. Für die Verwirklichung des Restaurant-Projektes stellten die Räumlichkeiten im Derag Hotel Prinzessin Elisabeth die ideale Grundlage dar. Die neu gestalteten Räume überzeugen durch klare Strukturen und helle Farben. Ein Private Dining Room und eine überdachte Terrasse laden zum gemütlichen Verweilen ein. Wer lieber nur auf einen Drink oder einen kleinen Snack vorbeischauen möchte, der kann sich in „Shane’s Lounge“ verwöhnen lassen. McMahon ist ein bekannter Name in der Koch-Szene. Der gebürtige Ire mit österreichischen Wurzeln entdeckte bereits mit zwölf Jahren im Restaurant seiner Eltern in Limerick/Irland seine Leidenschaft für das Kochen. Mit 21 Jahren zog er in die bayerische Metropole und machte langjährige Erfahrungen in den Münchner Sternerestaurants „Tantris“ und „Königshof“. Seit 2007 führt er seine eigene Showküche „Shane’s Kitchen“ in der Maxvorstadt. Dort gibt er anspruchsvolle Kochkurse und veranstaltet Kochevents, gerne auch in Englisch. Für das kommende Jahr plant McMahon die Veröffentlichung seines ersten Kochbuchs unter dem Titel „Just cook it“.

Bayern

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Missing
12.11.2009
anthea62 (0)

Das Lokal eröffnete am 2. November und bereits am 11.11. waren kaum mehr neu-gierige Gäste anwesend. Ein paar Freunde und Bekannte der Besitzer füllten zwar noch die Location auf ein erträgliches Maß, aber das Restaurant schien beim Eintritt kein "Must-have" zu sein, kein Insidertip, wo sich die Gourmets die Klinke in die Hand geben.
Das Essen war durchweg von guter Qualität, zu bemängeln sind der eher durchschnittliche Service- ohne Plan, Beratung und Timing. Wir reservierten für 2, wurden an einen 4er Tisch gesetzt ( was bei der "Auslastung des Lokals durchaus zu vertreten war) und wurden dann, nachdem wir uns schon ausgebreitet hatten, nochmals an einen 2er Tisch umgesetzt.
Ein "Gruss aus der Küche", bei der der Koch einen kleinen Einblick in sein Können zeigen könnte, fehlte ganz, allerdings wurde ein winziger Klecks sehr salzigen Auberginenmousse mit Pesto zu einem sehr empfehlenswerten Kartoffelsciacciata gereicht. Wehmütig denken wir da an die Salz- und Olivenölvariationen, den frischen Brotkombinationen in der versiegelten Tüte auf heißen Kieselsteinen zu den G-Tagen zurück. Wir empfanden das ganze Entrée und die Tischdeko als eher lieblos, eine rote Nelke ( deren Tod lag auch schon einige Tage zurück) in einer auf dem Tischtuch aufgeklebten Spaghettivase, zeugte nicht gerade von einem besonderen Geschmack oder einer furiosen Idee.
Die Vorspeisen, einmal Lemonchicken und Jacobsmuscheln hätten weniger orientalisches Gewürz vertragen, da dieses den feinen Geschmack des Chickens und der Muscheln etwas abtötete. Zudem wurde vom Küchenchef etwas eigenmächtig ein Zitronengrasschaum auf die Muscheln aufgetragen, die als Zutat aus einem anderen Gericht stammten. Der Koch konnte ja nicht wissen, dass der Kritiker mit den thailändischen Komponenten nicht so auf "du und du" steht. Es wurde aber anstandslos umgetauscht, verlor aber danach etwas an Optik. Insgesamt ist die ganze Menükarte südostasienlastig: Zitronengras, Ingwer, Wasabi, Curry, Koriander etc..für den, der es mag, sicher eine schöne Kombination, aber auch nichts wirklich Neues und auch nicht so "regionalbezogen" wie angekündigt.
Die Hauptgerichte, Tomatenfregola mit Mozzarella und Ochsenbäckchen waren eigentlich nicht zu beanstanden, außer einer leichten Asianote in der Sosse der Bäckchen, die meiner Meinung nach, so gar nicht dazu passte.
Die Weine waren extrem genau auf 0,1 eingeschenkt, aber ganz ok, den Zweigelt aber haben wir schon um Klassen besser getrunken. 8 von 10 Punkten für die Weinliste.
Den Nachtisch haben wir ausgelassen und hatten dafür den ungefähr schlechtesten Espresso , den wir je getrunken haben. A.) war er kalt B.) extrem sauer und C.)dann einfach, obwohl doppelt bestellt und D.) ohne Crema......
Insgesamt fehlt es an wenig an Atmosphäre und "Accoglienza" und dem "personal Touch" wenn man nicht mit Shawn oder Florian bekannt ist, wird man nicht eines Blickes gewürdigt. Die Kreationen haben aber durchaus ihre Berechtigung, wenn das Drumherum stimmen würde.
Zuletzt wäre zu bemerken, dass man, um die Rechnung via EC zu zahle, sich in die Hotellobby begeben muss, was natürlich auch an der kurzen Öffnungszeit liegen kann, in der man noch kein portables Gerät erhalten hat.
Nach Bezahlen der Rechnung ist man dann auch vergessen und abgehakt. Mäntel muss man sich dann selber holen und die Verabschiedung ist auch eher spärlich und endet im Restaurantbereich.
Dass man einen Digestiv wegen der Faux pas ausgegeben bekommt, ist zwar nicht überall üblich und durchaus nicht im Rahmen dieses Restaurants...Schade!
5 von 10 Punkten für den Service, 8 von 10 Punkten für das Essen, 5 von 10 Punkten für Deko und individuelle Ideen ( Das ganze Einrichtung Konzept stammt eh noch aus dem G und nur ein paar optische Aufheller lassen das Lokal in "neuem Licht" erscheinen.
Sorry, für mich war, außer dem Kartoffelbrot, kein Highlight dabei.

Missing
17.11.2009 bearbeiten
jonas

Sehr hilfreich...danke.

Missing
27.11.2009 bearbeiten
Katha

Eins gleich mal vorweg: Selten so fantastisch gegessen wie in Shane's Restaurant! Und damit meine ich, es gab an absolut NICHTS auch nur das Geringste auszusetzen. Und das ist meiner Meinung nach eine Rarität - zumindest was meine eigene Erfahrung angeht.

In dem exklusiven aber lockeren Ambiente haben wir uns sofort wohlgefühlt. Der Service, österreichisch-charmant, bzw. asiatisch-zuvorkommend, konnte durch Freundlichkeit und Kompetenz absolut überzeugen.
Wie wir später erfuhren, gab es wohl zu Anfang katastrophale Probleme was das Servicepersonal anging, jedoch nicht aus Eigenverschuldung, sondern aufgrund dessen, dass dieses vom Hotel zur Verfügung gestellt wurde - blutigste Anfänger und Azubis, die wohl selbst nicht wussten, wie ihnen geschah.
Daran wurde gearbeitet, und wird von uns hiermit als Anfängepech abgehakt.

Wir entschieden uns spontan für das 3-Gänge-Überraschungsmenü für 38,-. Der Avocadotartar auf Limetten-Perlgraupen in Zitronengrasschaum war cremig und hatte doch Biss, und wurde durch die frische, zitronige Note des Schaums fein abgerundet.
Absolut begeistert waren wir dann auch vom Sorbet von Hagebutte, Granatapfel,
Piment und Tabasco, das nahezu perfekt abgeschmeckt war. Jede Zutat war herauszuschmecken - was ja allzuoft nicht der Fall ist.
Doch das absolute Highlight bildete der Hauptgang: Hirschkalbsrücken unter der
Gewürzkruste auf lila Kartoffelgnocchi mit Tonkabohne und Vanille. Das Fleisch war so zart, dass es (wenn's auch wie ein Klischee klingt) wirklich auf der Zunge zerging. Die gesamte Kombination machte uns bis zum letzten Bissen sprachlos - und das will was heißen.
Und der perfekte Abschluss dieses Festmahls: Mousse von der Passionsfrucht mit
Ingwer-Sauerrahmeis. Sehr fein in Geschmack und Konsistenz, und auch hier wieder: jede Zutat war herausschmeckbar. Selbst mein Partner, seines Zeichens Patissier und sonst immer der Finder des winzigsten Haars in der Suppe, fand nicht den kleinsten Kritikpunkt.

Die Weine - zunächst ein Cuvée "Shiro" von Martin Pasler, zum Hauptgang ein Zweigelt desselben Winzers - waren wunderbar, rund und kräftig im Geschmack.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Wir verließen das Restaurant mit einem seeligen Lächeln auf den Lippen und kommen garantiert wieder.
Es gibt kaum einen gastronomischen Betrieb, in dem von Anfang an alles rund läuft. Die wahre Herausforderung besteht darin, eventuelle anfänglichen Probleme schleunigst aus der Welt zu schaffen, was hier mit Bravour gelungen ist. Ein Zeichen wahrer Qualität.
Wer also - für uns nur schwer vorstellbar - hier enttäuscht wurde, sollte Shane's Restaurant auf jeden Fall eine zweite Chance geben - alles andere wäre unfair und vor allem: Der hat was verpasst.

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