Bundesweit werden am Tag des offenen Denkmals am 13. September mehr als 7.500 Bau- und Bodendenkmale für Besucher offen stehen. Passend zum Jahresmotto "Historische Orte des Genusses" zeigen Eigentümer und Fachleute aus der Denkmalpflege unter anderem Gasthäuser. Im Rahmen von Führungen, Präsentationen und Ausstellungen erfahren die Besucher spannende Details aus der Geschichte der Denkmale.
"Der Tag des offenen Denkmals ist für alle, die sich für den Erhalt historischer Bauten einsetzen, eine einmalige Chance, auf Sorgen aber auch auf Erfolge im Denkmalschutz aufmerksam zu machen. Dass sich die Bürgerinnen und Bürger sehr für unser bauliches Kulturerbe interessieren, zeigt der Denkmaltag mit jährlich über 4 Millionen Besuchern", sagt Dr. Wolfgang Illert, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Das bundesweite, laufend aktualisierte Programm ist im Internet unter
http://tag-des-offenen-denkmals.de abrufbar.
Hier einige Beispiele aus dem Angebot:
01324 Dresden, Gasthaus Zur Eule: wohl eines der ältesten Gasthäuser der Region (14. Jh.), heutiger Bau Anfang 17. Jh. im damals romantischen Grund, wechselhafte Geschichte, auffallend die reiche malerische Gestaltung der Fassade mit Sprüchen, in den letzten Jahren saniert, heute wieder gastronomischer Betrieb in Form einer "Mietwirtschaft"
10117 Berlin Mitte, Clausings Weißbierstuben: an diesem Ort befand sich bis 1913 eine der ältesten und bekanntesten Gaststätten Berlins: Clausings Weißbierstuben, nach dem Abriss der Gebäude ließen die Gebrüder Alfandary das noch heute existierende rote Backsteingebäude errichten, zusammen mit einem Vertreter der Gesellschaft für die Geschichte des Brauwesens erzählt eine Nachfahrin der Familie Clausing etwas über diese hist. Stätte des Genusses und die "Berliner Weiße"
22354 Hamburg kullinarisch, Englische Sitte und himmlisches Essen: Was sollte man probiert haben, wenn man in Hamburg zu Besuch war? Welche Gerichte sollten Hamburger kennen? Warum sind Austern und Rauchfleisch eine "heilsame Erfindung"? Wie wird einem Rundstück warm? Seit dem 14. Jh. gilt Hamburg als Bierhaus, warum aber schüren Kaffee und Tee das "Revoluzzertum"? Die reiche Hamburger Bürgersfrau nutzte exotische Gewürze für ihre Gerichte, was aßen die ärmeren Hamburger, welche Speisen gab es bei den Feierlichkeiten der Wohlhabenden? Fragen, die auf dieser Spurensuche beantwortet werden
38100 Braunschweig, Historische Gaststätten in der Innenstadt: Rundgang zu drei hist. Gaststätten
44287 Dortmund, Gastronomierundgang in Aplerbeck: Rundgang zu hist. Aplerbecker Gastronomiebetrieben: Kessler, Postkutsche, Ratskeller
50667 Köln, Haus Frankenwerft 19: Geschichte der Trinksitten steht im Zentrum der Führungen zu einem der ältesten Profanbauten am Kölner Rheinufer, seit fast 780 J. am Platz, war es für mind. 282 J. eine Brauerei, später auch ein Kaffeehaus, noch heute ist es ein Ort des Genusses, Geschichtsfenster bieten Einblicke in die Vergangenheit dieses spannenden echten Kölner Hauses
69117 Heidelberg, Rundgang frühere Studentenkneipen: Spaziergang vom Universitätsplatz durch die Altstadt zu früheren Studentenkneipen und was aus diesen Lokalen heute geworden ist mit Dr. Dietrich Bahls
77889 Seelbach, Straußenwirtschaft Lorenzhof: 1761 von Madia u. Anna Eva Graiser erbaut, 1884-1954 lebte und wirkte hier der 'Lorenzebus', Andreas Huber, Wirtschaft in den orginalgetreuen Zimmer
83022 Rosenheim, Führungen im Altstadtbereich: Besuch von hist. Gaststätten, Bierkellereien, Stätten des hist. Vergnügens
97082 Würzburg, Historische Gasthöfe im Mainviertel: Brückenbäck, seit 25 J., Wein-und Fischhaus "Schiffbäuerin", seit 1852 in der Rubrik der Weinwirte, ehem. Gasthaus "Zur Linde", heute "Time Out" Kneipe u. Biergarten, "Grüner Baum" mit fränk. Charme seit Jahren geführtes Familienunternehmen, Würzburger Hofbräu, 1643 vom mainfränk. Fürstbischof Joh. Philipp v. Schönborn gegründet