Kärnten: Wirt lehnt Gault Millau Wertung kategorisch ab
25.10.2011 | Autor JanRK (0) | News | Kommentare (0)
Martin Hudelist ist Wirt des "Der Hambrusch" im österreichischem Bundesland Kärnten. In der Neuen Ausgabe des Gault Millau Restaurantführers hat sein Lokal vom Herausgeber eine Haube bekommen und zusätzlich eine gute Kritik. Trotzdem ist der Wirt nicht zufrieden, denn dieser hatte ausdrücklich darum gebeten, nicht getestet zu werden. Nicht weil er etwas zu verbergen habe, sondern weil ein "Haubenlokal" nicht der Philosophie des Hauses entspreche.
In seinem Restaurant würde es z.B. keine Tischdecken geben, sagt Hudelist, und es wird auch in Zukunft keine Tischdecken geben. Da sein Restaurant jetzt aber im Gault Millau geführt ist, würde das Klientel, dass dem Restaurantführer entsprechend sein Restaurant auswähle aber Tischdecken erwarten. So das vereinfachte Prinzipienbeispiels des Wirts.
Er habe seit Jahren seine Stammkunden, die auf ein Bier vorbeikommen und er sei halt lieber ein "Genusswirt" als ein Haubenwirt. Besonders ärgert es ihn, dass die Tester trotz ausdrücklichem Hinweis, dass das Restaurant nicht getestet bzw. geführt werden soll, gekommen sind. Das finde er respektlos ihm gegenüber.
Der Gault Millau entgegnet dem, dass man ja für die Leser teste und nicht für den Wirt. Deswegen habe man seinen Wünschen nicht entsprechen können.
In einem anderen Fall hat 2009 ein Wirt gegen den Gaul Millau geklagt und gewonnen. Martin Hudelist überlegt jetzt ebenfalls rechtliche Schritte einzuleiten. Was die Kritk im Gault Millau betrifft, zeigt er sich trotz allem geschmeichelt. "Natürlich freut man sich über eine gute Kritik - egal woher sie kommt." Aber kaufen werde er sich den Restaurantführer nicht.





