Geht es eigentlich noch unpersönlicher? Die hoffnungsvollen Neu-Unternehmer haben vielleicht sehr schlechte Erfahrungen mit dem Service gemacht. Idealer Einsatzort kann in der Tat eine grosse Franchise-Kette sein. Der Gast bestellt per Smartphone seinen Hamburger; das wiederum setzt einen Roboter in Betrieb, der den Hamburger zubereitet und diesen dann über eine Rutsche oder ein Fließband dem Gast mundgerecht serviert. Die Bezahlung kann mit der Bestelluing per Vorauskasse erledigt werden. Das Konzept ist in meinen Augen eine psychische und kulinarische Verarmung.
"Discover the amazing new dinining experience". 150 Mitbürgern mag das gefallen. Ich bestelle lieber bei einem Service-Mitarbeiter. Ich kann nur hoffen, dass orderpass sich bei blueserve erkundigt hat, wie das Projekt vor einigen Jahren bereits einmal gescheitert ist. Fröhliche Weihnachten.
Göttingen: Per Handy die Bestellung aufgeben - neue Software soll die Gastronomie revolutionieren!
20.12.2011 | Autor JanRK (0) | News | Kommentare (2)
An einem interessanten Projekt arbeitet zur Zeit das Start-up Unternehmen Orderpass.com. Auf dem Plan der engagierten Jung-Unternehmer steht eine Software, mit deren Hilfe, zukünftig über das eigene Smartphone Bestellungen abgegeben werden können. Das Programm soll als App kostenlos angeboten werden.

So kann man ganz einfach und bequem im Restaurant ein Bier oder ein Schnitzel ordern. "Wir haben sowohl mit kleinen Gaststätten als auch mit einer großen Franchise-Kette gesprochen und sind zuversichtlich, dass der Markt für unsere Software bereit ist", sagt Marcel Daake, Geschäftsführer des Unternehmens. Getestet wird das Projekt in Göttingen und sollte das Projekt positiv verlaufen, möchte man das Konzept deutschlandweit an den Start bringen. Neben der Möglichkeit des Bestellens soll langfristig gesehen auch das Bezahlen über das Smartphone realisiert werden. Zunächst aber muss sich das System in der Praxis beweisen.
Kommentare (2)
Nicht alles was technisch machbar ist, ist auch menschlich sinnvoll. Allerdings haben wir auch schon in Gaststätten gesessen und keine Getränke mehr nach bekommen. Wenn die Telefonnummer bekannt war, haben wir an das Festnetz aus Spaß unsere Bestellung per SMS abgegeben. Hat geklappt. Aber - das war ein Spaß. Dass das irgendwann einmal pervertiert wird, haben wir nicht gedacht.
Naja, da kann dann von vier Servicekräften 50 % eingespart werden. Die müssen dann eigentlich nur noch "Bitte" und "Danke" können. Das alles gibt doch prima weiteres Potenzial für Einsparungen. An besten wird dann auch die Speisekarte auf Bilder umgestellt, dann muss auch der Gast nicht mehr kommunizieren. Wo keine Kommunikation, da auch kein Irrtum.
Wie ich das wirklich finde? Arm und unmenschlich. Ein Werbegag, der hoffentlich auf wenige Gastronomie beschränkt bleibt und mir hoffentlich erspart wird.





