Warum wird das "La Cheminee" in Ilmenau nicht mehr geführt im Gault Millau 2011 ?
Gault Millau 2011 | Ergebnisse für Thüringen: Aufsteiger des Jahres in Deutschland: Claus Alboth
16.11.2010 | Autor Dirk Baranek (73) | Auszeichnungen | Kommentare (1)
Die Ergebnisse des Restaurantführers Gault Millau für 2011 sind veröffentlicht worden. Hier die die wichtigsten Ergebnisse für Thüringen in einer Pressemitteilung des Verlages.
Der Erfurter Claus Alboth kocht sich im neuen Gault Millau in die deutsche Küchenspitze / Höhere Noten auch für die Restaurants „Palais Wachsberg“ in Erfurt und „Rossberg’s“ in Steinach / Ge- lungener Start fürs „Schlossrestaurant” in Sondershausen und „Patrick Wagner“ in Wachsenburggemeinde
Der 45-jährige Claus Alboth von „Alboth’s Restaurant im Kaisersaal“ in Erfurt wurde von der französischen Gourmet-Bibel Gault Millau zum „Aufsteiger des Jahres“ in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2011 gekürt. Aus der Begründung: „Alles ist entzückend fürs Auge angerichtet und reizvoll für den Gaumen zubereitet. Mit intensiven Aromen und behutsamer Experimentierlust wagt er in schönster Altstadtlage überraschend moderne Küche.“
Für Gerichte wie „in Orangencurry gebeizter Gewürzlachs auf Wildspar- gelspitzen, Schwertfisch-Sashimi auf in Limetten gegarten Schalotten mit fruchtigem Mango/Papaya-Tatar oder mit Blutwurst gefüllter Taubenbrust auf Steinpilzen und Traubensauce“ bekam er vom Gault Millau, der nach dem fran- zösischen Schulnotensystem urteilt, 17 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”. Damit gehört Alboth zu den 110 besten Köchen der Bundesrepublik.
Auf 14 Punkte verbesserten sich
• Dominik Köndgen im Palais Wachsberg in Erfurt durch „Pasta Pugliese mit Kaninchenragout und gebackenen Auberginenwürfel, die mit frischen Kräutern und Streifen von Zuckerschoten als bilderbuchhafter Gaumenschmaus kommt, oder gebratene Maispoulardenbrust auf Gewürz-Couscous und frischen Feigen“,
• Dieter Roßberg vom „Roßberg’s“ in Steinach mit „Gänselebereis von großer Harmonie und zartem Schmelz oder in Nussbutter gebratenen Jakobsmuscheln auf Käseschaum und Kräuterpesto“. Die gleiche Note erkochten auf Anhieb zwei Küchenchefs neuer Restaurants:
• Ralf Kronmüller vom „Schlossrestaurant” in Sondershausen, der bei Groß- meistern wie Joachim Wissler, Sven Elverfeld und Heinz Winkler am Herd stand und nun hier „eindrucksvoll angerichtete und mit großer handwerklicher Kunst aufwendig zubereitete Jacobsmuschel in einem gelierten Mantel von Couscous mit Letschocrème und marinierten Wildkräutern oder mit süß-sauren Blaubeeren glacierten Hirschkalbsrücken mit Steinpilze und Selleriepüree bietet“,
• Patrick Wagner vom Restaurant „Patrick Wagner“ in Wachsenburggemein- de, der nach Lehr- und Wanderjahren ins Elternhaus zurückkehrte und „den zar- ten Rücken vom Müritzlamm mit superbem Schulterragout belegt und dazu Kar- toffelpüree, eingesäuerte grüne Bohnen und kräftige Trüffelsauce arrangiert oder ein subtil geliertes Holunderblütensüppchen mit Moscato d’Asti, dünnen Erdbeerscheiben und Erdbeersorbet bereitet, das bis zum letzten Löffel köstlich ist“.
Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault Millau in Thüringen teilen sich nun Claus Alboth und Marcello Fabbri vom „Anna Amalia“ in Weimar, der diesen Rang 14 Jahre lang allein innehatte. Für sein „Jacobsmuschelsoufflé auf frischen Steinpilzen, das traumhafte Gericht aus dem wie Sushi Maki gerollten Wolfsbarsch mit leichtem Sößchen von Taggiasca-Oliven und Tomaten sowie Artischocken und Knuspercannelloni mit intensiver Petersilienfüllung oder die apart mit Ziegenkäse gefüllten weißen Zwiebeln zum Lamm“ wurde er wieder mit 17 Punkten bewertet.Seine 16 Punkte des Vorjahrs verteidigte souverän Olav Lindemeier vom Erfurter Restaurant „Zumnorde“: „Elegant der Steinbutt mit weißem Balsami- coschaum, gerösteten Artischocken, Tomatenjus und Kürbisrisotto, edelrustikal die Entenmaultaschen mit nussigem Birnenconfit und köstlichem Sellerie- schaum.“
15 Punkte und damit jene Klasse, in der nach Gault Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, erreichte wieder Ulrich Rösch vom „Weinrestaurant Turmschänke“ in Eisenach. Er „pflegt eine niveauvolle Aromenküche mit fri- schen, vorzugsweise regionalen Produkten. Beispielhaft sein Osso buco von der Rhönlammhaxe mit Gremolata und Rosmarinkartoffeln oder die hervorragende Taube aus dem Hainich mit Pfifferlingsrisotto und Vanillekarotten“.
Die Tester beschreiben und bewerten insgesamt 27 Restaurants in Thü- ringen. 18 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen mussten, was einem Michelin-Stern nahe kommt.
Im Vergleich zur Vorjahrsausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Feinschmeckern mit Spannung erwartete Gault Millau in Thüringen 3 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 2 inspirierte Küchen neu auf. 3 werden höher, 2 niedriger bewertet.
Die besten Restaurants des Gault Millau in Thüringen
1. Alboth’s Restaurant im Kaisersaal* in Erfurt,
Anna Amalia in Weimar (17 Punkte),
3. Zumnorde in Erfurt (16 Punkte),
4. Weinrestaurant Turmschänke in Eisenach(15Punkte),
5. Gloriosa, Il Cortile und Palais Wachsberg* in Erfurt,
Schlossrestaurant** in Sondershausen Roßberg’s* in Steinach,
Patrick Wagner** in Wachsenburggemeinde(14 Punkte),
11. St. Georges in Dieterode,
Scala*** in Jena,
Schieferhof in Neuhaus am Rennweg,
Landgrafenstube in Ruhla,
Güldene Gans in Saalfeld,
Alt-Weimar, Charlotte* und Osteria Bertagnolli in Weimar (13 Punkte)
* Aufsteiger **Newcomer ***Absteiger





