Gastwirte fordern: Hausverbot für Frankenberger!

16.07.2010 | Autor Dirk Baranek (73) | Allgemein | Kommentare (8)

Oha! Fast 13.000 Mitglieder auf Facebook in der Gruppe Lokalverbot für Herrn Sebastian Frankenberger. Das ist heftig. Worum geht es? Sebastian Frankenberg ist stellvertretender Geschäftsführer der bayerischen ödp, einer Partei, die man getrost als erzkonservative, esoterisch angehauchte Ökopartei bezeichnen darf. Das ist aber nicht Punkt. Bekannt wurde Frankenberger als Hauptorganisator der Volksinitiative gegen die bayerische Regelung des Rauchverbots in der Gastronomie. Die war letztlich erfolgreich. Damit wurde in Bayern das totale Rauchverbot durchgesetzt. Das wollen offenbar viele Gastwirte und Festzeltbereiber nicht ohne weiteres auf sich sitzen lassen. Sie wollen jetzt dieses Hausverbot gegen Frankenberger durchsetzen. Sicherlich: nicht mehr als eine Trotzreaktion. Aber die Kommentare in der Gruppe zeugen von einem erheblich Missmut der Beteiligten. Hier ein paar Zitate: "Bevormundung und Bespitzelung da sind wir wieder !!!" "Bei mir in der Umgebung muss jetzt ne Shisha-Bar zumachen wegen dem Rauchergesetz (so wie alle wahrscheinlich). Weis zwar nicht wieviel sowas einbringt aber da hängen bestimmt ein paar Existenzen dran !! Sauerei" "Da sieht man welchen Unsinn Volksbegehren nach sich ziehen können. Es ging nur um kleine Kneipen und Volksfeste. Wenn man aber die Bevölkerung fragt, denkt sie es ging generell um Rauchverbot in Bars und Restaurants. Wie kann man einer Minderheit, die unbedingt unter sich sein will das rauchen verbieten? Als nächstes verbieten wir Boxveranstaltungen und dann McDonalds-Filialen!" Foto: Aus Wikipedia

Kommentare (8)

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16.07.2010 bearbeiten
Sven

Teils albern, teils traurig.

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16.07.2010 bearbeiten
Susanne

Und wer hat da abgestimmt? Eine Minderheit, die wahrscheinlich eh nicht in die entsprechenden Läden geht... Lokalverbot finde ich gut, zumindest das Hausrecht hat noch jeder Wirt!

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Die Abstimmung stand jedem frei... nur ein Bruchteil hat seine Chance zur Meinungsäußerung genutzt... und davon war die deutliche Mehrheit für ein Rauchverbot.
Das ganze jetzt so darzustellen als ob die Leute sich nicht infomiert hätten ist lachhaft.

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19.07.2010
Dirk Baranek (73)

Die Abstimmung an sich war sicher okay.

Bin aber mal gespannt, ob es nicht noch zu einer Verfassungsklage kommen wird. Denn immerhin ist es jetzt verboten, eine Raucherkneipe aufzumachen. Ob das nicht unzulässig die Gewerbefreiheit eingeschränkt, ist die Frage, die ich mir stelle.

Auf der anderen Seite werden die Gastronomen wieder dazu übergehen, ihre Lokale zu "Privat-Clubs" zu machen...

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22.07.2010 bearbeiten
Joachim Graf

Das Kesseltreiben gegen Herrn Frankenberger zeigt überdeutlích, wes Geistes Kinder die Raucherprotagonisten waren und sind! Auch der Begriff "Wirtshauskultur" in Zusammenhang mit Zigarettenqualm ist nicht gerade hochgeistig. Den Vogel abgeschossen hat aber das Plakat der Qualmlobby mit dem Hintern und der Aufschrift "Verbote sind für den Arsch"!
Als Suchtberater mit 40 Jahren Praxis ist das für mich zwar nicht überraschend, aber eines wird doch wohl jetzt klar sein:
Mit diesen Leuten "ist kein Staat zu machen"!

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23.07.2010 bearbeiten
Peter

Wer die ödp als "erzkonservative, esoterisch angehauchte Ökopartei" bezeichnet, hat schlecht oder gar nicht recherchiert. Ich hoffe, die Restaurant-Kritiken haben mehr Niveau.

Ein langjähriges ödp-Mitglied
(aus der kath. Kirche ausgetreten, homosexuelle Verwandtschaft und Freunde ...)

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03.08.2010 bearbeiten
Markus

warum haben wir Deutschen eigentlich diesen Hang alles zu 100% zu reglementieren.
Es war doch alles soweit OK. Rücksichtnahme in Restaurants - In die Bierkneipe um die Ecke geht doch sowieso keiner von diesen Extrem-Fanatikern hin.
Hier fällt mir auffallend der Spruch ein " Hatten wir alles schon mal"
Was wird nun passieren - Die "Kattler" werden sich zuHause wieder an Ihren Partykeller oder Ihre Laube erinnern. - Jugendliche feiern wieder privat, der Geschäftsmann trinkt seinen Absacker zu Hause - man rückt wieder zusammen, wie in der guten alten DDR - Hatten wir alles schon mal.
Oder vielleicht tragen wir ( ich meine natürlich diese gesellschaftsunmündigen Raucher) in 5 Jahren kleine gelbe Sterne auf der Brust, auf denen Raucher steht - hatten wir alles schon mal.
Und während in Russland die Wälder verbrennen, zweimal so groß wie Luxenburg und mehr Schadstoffe verursachen als wenn alle 82 Millionen Deutschen 50 Jahre lang jeden Tag 3 Packungen Ziggaretten qualmen, machen wir wegen so einem Schmarrn einen Volksentscheid bei dem 30% Beteiligung waren, von denen 60% sich dafür entschieden haben. Also rein mathematisch ganze 16,5% der Bevölkerung. Dafür werden aber 60% der Kneipen kurzfristig schließen ( den Sommer nimmt man noch mit). Warum soll sich das noch einer antun bei der Menge an Auflagen.

Orwell1984 lässt grüßen

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17.08.2010 bearbeiten
Peter

Hallo an alle
Ich finde so Querulanten wie Herr Sebastian Frankenberger gehört wirklich ein allgemeines Lokalverbot in Deutschland! Sie liegen unserem Staat nur auf der Tasche. Kosten nur Steuergelder. Schauen wir uns mal den Werdegang von Herrn Frankenberger an, er hat doch in seinem Leben noch keine Leistung vollbracht! Er war nur als Querulant Tätig, der nichts vollentet hat. Schade, dass in unserem Statt solche Typen noch Gehör finden. Ich muss sagen dass ich sehr sozial eingestellt bin. Ich bin der Meinung es sollte jeder ein bisschen auf den anderen schauen und Rücksicht nehmen, Egal ab Raucher oder Nichtraucher. Es sollte jedem Wirt die Freiheit gegeben sein ob er ein Raucher oder Nichtraucher Lokal führt. Ich muß ja nicht hin gehen wen ich ein Nichtraucher bin. Ich sehe es aber nicht ein das ich für den Schmarrn auch noch Steuern zahlen muss. Und dass viele hin und her kostet dem Steuerzahler einfach nur Geld, dass unnötig ausgegeben wird. Hi ich würde noch weiter gehen. Ich würde Herrn Frankenberger die ganzen verschwendeten Steuergelder in Rechnung stellen und für einen gemeinnützigen Zweck spenden!

Grüße Peter

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