Die Forellenstube - kulinarischer Leuchtturm in Sachsen-Anhalt
15.10.2010 | Autor Dirk Baranek (73) | Neueröffnung, Restaurant | Kommentare (0)
Das Landhaus-Hotel "Zu den Rothen Forellen" in Ilsenburg (Harz) hat eine bewegte Geschichte. Im Kern über 400 Jahre alt und seit 200 Jahren als Gastronomie betrieben kommt das einzige 5-Sterne-Hotel in Sachsen-Anhalt jetzt offenbar in ein ruhigeres Fahrwasser. Denn mit dem Verkauf an die Dr.Lohbeck-Privathotels im April 2010 scheint jetzt ein Investor an Bord, der entschlossen ist, das ganze Potenzial des Hauses zu heben. Millionen werden 2011 investiert, erste Maßnahmen wurden umgesetzt. Der Restaurantbereich ist umgestaltet, sodass es in Kürze drei gastronomische Angebote gibt: die rustikale Kutscherstube, das gutbügerliche Landhaus-Restaurant und der Gourmettreff Forellenstube mit 16 exklusiven Plätzen.
Chef in der Küche ist der 29jährige Axel Kammerl, der 2008 seine bayerische Heimat Richtung Harz verließ. Mit Erfolg drückt er seitdem sein kulinarisches Konzept durch, wofür er seit 2009 einen Stern im Michelin hält.
Im Kern orientiert sich Kammerl, so seine Aussage, an zwei Fixpunkten: dem Produkt an sich und der Kulinarik seiner bayerischen Heimat.
"Ich koche angelehnt an klassische Gerichte und mache in dem Sinne keine reinen Fantasiekreationen. Diese Klassik ist die Küche meiner Heimat Bayern, dazu Österreich und Südtirol. Diesen Fundus interpretiere ich allerdings modern," sagt Kammerl. Bei den Produkten setzt er auf saisonale Frische: "Die Saison bestimmt, was ich koche. Ich kaufe oft ein und weiß in dem Moment noch nicht, was ich draraus machen werde." Die Ansprüche sind hoch: "Ich brauche die beste Qualität zum besten Preis."
In seinen Menüs finden sich daher Zander, Hirschkalb und Ziege aus der Region ebenso wie Wurzelgemüse und Topfenknödel. Dennoch: "Ein rein regionales Menü gleicht im Gourmetrestaurant eher einer Selbstkasteiung." So ganz kann man eben mit rein regionalen Lieferanten nicht abbilden, was Kammerl vorschwebt.
Hier ein Beispiel für ein Degustationsmenü für den Herbst 2010 nach Axel Kammerl
Roh marinierte Gänsemastleber mit Solies Feige und schwarzen Walnüssen
***
Unsere Paella
Rücken vom Hauskaninchen, Venusmuscheln, Iranischer Safran und Artischocken
oder
Auf Meersalz gegarter Zander mit Apfel, Sellerie und Kalbsbriesröschen
***
Atlantik Hummer mit Sauce Gribiche, Kalbskopfcroutons und marinierten Kräutern
oder
Geräucherte Brust von der Bluttaube mit Herbsttrompeten, Biokarotte und Trauben-Speckkrusteln
***
Sorbet
***
Zweierlei vom Milchkalb mit Steinpilzen, Perlzwiebeln, Spinat und Zitronatszitrone
***
Taleggio, Rohschinken, Trevisano Tardivo und schwarze Trüffelvinaigrette
***
Duett von Heidelbeere und Williamsbirne
Menüpreis 112 Euro pro Person
6-Gänge-Menü inkl. Sorbet: 98 Euro pro Person
5-Gänge-Menü inkl. Sorbet: 84 Euro pro Person
4-Gänge-Menü inkl. Sorbet: 70 Euro pro Person
Hier noch eine Fotogalerie mit iPhone-Fotos von zwei Menüs in den Rothen Forellen...
Chef in der Küche ist der 29jährige Axel Kammerl, der 2008 seine bayerische Heimat Richtung Harz verließ. Mit Erfolg drückt er seitdem sein kulinarisches Konzept durch, wofür er seit 2009 einen Stern im Michelin hält.
Im Kern orientiert sich Kammerl, so seine Aussage, an zwei Fixpunkten: dem Produkt an sich und der Kulinarik seiner bayerischen Heimat.
"Ich koche angelehnt an klassische Gerichte und mache in dem Sinne keine reinen Fantasiekreationen. Diese Klassik ist die Küche meiner Heimat Bayern, dazu Österreich und Südtirol. Diesen Fundus interpretiere ich allerdings modern," sagt Kammerl. Bei den Produkten setzt er auf saisonale Frische: "Die Saison bestimmt, was ich koche. Ich kaufe oft ein und weiß in dem Moment noch nicht, was ich draraus machen werde." Die Ansprüche sind hoch: "Ich brauche die beste Qualität zum besten Preis."
In seinen Menüs finden sich daher Zander, Hirschkalb und Ziege aus der Region ebenso wie Wurzelgemüse und Topfenknödel. Dennoch: "Ein rein regionales Menü gleicht im Gourmetrestaurant eher einer Selbstkasteiung." So ganz kann man eben mit rein regionalen Lieferanten nicht abbilden, was Kammerl vorschwebt.
Hier ein Beispiel für ein Degustationsmenü für den Herbst 2010 nach Axel Kammerl
Roh marinierte Gänsemastleber mit Solies Feige und schwarzen Walnüssen
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Unsere Paella
Rücken vom Hauskaninchen, Venusmuscheln, Iranischer Safran und Artischocken
oder
Auf Meersalz gegarter Zander mit Apfel, Sellerie und Kalbsbriesröschen
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Atlantik Hummer mit Sauce Gribiche, Kalbskopfcroutons und marinierten Kräutern
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Geräucherte Brust von der Bluttaube mit Herbsttrompeten, Biokarotte und Trauben-Speckkrusteln
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Sorbet
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Zweierlei vom Milchkalb mit Steinpilzen, Perlzwiebeln, Spinat und Zitronatszitrone
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Taleggio, Rohschinken, Trevisano Tardivo und schwarze Trüffelvinaigrette
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Duett von Heidelbeere und Williamsbirne
Menüpreis 112 Euro pro Person
6-Gänge-Menü inkl. Sorbet: 98 Euro pro Person
5-Gänge-Menü inkl. Sorbet: 84 Euro pro Person
4-Gänge-Menü inkl. Sorbet: 70 Euro pro Person
Hier noch eine Fotogalerie mit iPhone-Fotos von zwei Menüs in den Rothen Forellen...





