Das Q-Siegel erobert die Gastronomiebewertung

20.12.2011 | Autor JanRK (0) | Allgemein | Kommentare (0)

An kulinarischen Bewertungen mangelt es der deutschen Top-Gastronomie wohl nicht. Sterne, Hauben und Mützen sind weit und breit als probates Mittel anerkannt und fest in der Szene verankert. Im Fokus der Tester steht jedoch die meist eh schon wohlbekannte Elite der Restaurants. Der sympathische Familienbetrieb von Nebenan hat zumeist nur geringe Chancen auf einen werbewirksamen Eintrag in die Gourmet-Führer. Das neue Q-Siegel soll an dieser Stelle Abhilfe schaffen!

Das Q-Siegel

Die Idee des neuen Bewertungs-gütesiegels ging schon 2004, in Brandenburg, unter dem Namen "Potsdamer Gastlichkeit" an den Start und heisst mittlerweile "Brandenburger Gastlichkeit". Das Projekt hat mittlerweile den Sprung weg von den Kinderschuhen geschafft und breitet sich auf die anderen Bundesländer aus. In Schleswig-Holstein hat sich das Q-Siegel ebenfalls erfolgreich durchgesetz. Thüringen und Berlin wollen folgen und in Bayern und Baden-Württemberg wird zur Zeit die Realisierung geprüft.

Initiator, Restaurantbetreiber und Präsident des DEHOGA Brandenburg, ist einer der Väter des Qualitäts-Checks. Sofortige Unterstützung erhielten die Initiatoren vom Oberbürgermeister Jann Jacobs, bei dem sich Beschwerden von Touristen über mangelndes gastronomisches Engagement gesammelt hatten. Dabei "sind wir viel besser als unser Ruf. Doch das muss auch entsprechend kommuniziert werden," so Kade und ergänzt: "Rückblickend, hat das Prädikat, Potsdam und dem Land wichtige Impulse gebracht."

Die Restaurants können in 6 verschiedene Kategorien eingeordnet werden, unter anderem kann dort zwischen Restaurant, Kneipe bis zum Hotel Garni gewählt werden. Die Restaurantbetreiber können sich die mehrseitigen, offiziellen Checklisten auf der Website des Gütesiegels herunterladen und so über die Selbstkontrolle Mängel und vielleicht auch bisher unbekannte Problemzonen entdecken und beseitigen. Ingrind Diwald, Direktorinb des Relexa Schlosshotels Cecilienhof, nutz die ermittelten Testergebnis stets für die Mitarbeiterschulung. Die wichtigsten Bewertungskategorien sind zum Beispiel die Kommunikations mit dem Gast, das kulinarische Angebot, die möglichst mehrsprachige Gestaltung der Speise- und Getränkekarten, Kinderfreundlichkeit und Beschwerdemanagement.

Das Gütesiegel ist zeitlich befristet

Von 100 möglichen Punkten, müssen mindestens 74 Punkte erreicht werden um das "Siegel auf Zeit" des regional zuständigenTourismusverbandes zu bekommen. Die Teilnahme kostet DEHOGA-Mitglieder rund 150 Euro, nicht-Mitglieder müssen 200 Euro bezahlen. Die Qualitätskontrolle hat ergeben, dass die teilnehmenden Restaurants eine zwischen 2 und 20 prozentige Umsatzsteigerung  verbuchen konnten. Damit ist das Q-Siegel ein vergleichsweise kostengünstiges Instrument zur Qualitätssteigerung.

Für die Zukunft wünscht sich Mario Kade eine deutschlandweite Umsetzung des Qualitätssiegels und die Chancen stehen recht gut.

 

 

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