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Baden-Württemberg: Gastro-Umsatz 2009 erheblich geschrumpft
24.02.2010 | Autor Dirk Baranek (73) | Allgemein | Kommentare (1)
Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat jetzt Zahlen zur Entwiclung des Umsatzes im südwestdeutschen Gastgewerbes in 2009 veröffentlicht. Klar wird: Das abgelaufene Jahr war kein gutes für die Gastronomie. Um real vier Prozent sind die Umsätze geschrumpft. Besonders betrofen waren allerdings die Hotels, die von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Unternehmen und den daraus folgenden abnehmenden Übernachtungszahlen besonders betroffen sind. Auf die Beschäftigung hat sich das auch ausgewirkt. Zwar stieg die Anzahl der Mitarbeiter, allerdings hat sich die Struktur der Beschäftigung geändert. Es gibt immer mehr Teilzeit... Hier die Zahlen im einzelnen...
Das Gastgewerbe in Baden-Württemberg verzeichnete im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr eine negative Umsatzentwicklung von nominal 3,5 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Umsätze real, das heißt unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 5,5 Prozent zurück. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Umsatz im Gastgewerbe im Jahr 2009 nominal 4,1 Prozent und real 6,1 Prozent niedriger als im Jahr 2008.
Das Beherbergungsgewerbe verbuchte dabei ein überdurchschnittliches Minus von real 7,8 Prozent (nominal – 5,7 Prozent). Der zweite Bereich des Gastgewerbes, die Gastronomie, erzielte 2009 real 4,1 Prozent (nominal –2,2 Prozent) weniger als im Vorjahr. Innerhalb der Gastronomie verzeichneten die Caterer und sonstige Verpflegungsdienstleister (z.B. Pizza-Service, Partyservice, Kantinen) mit real 9,5 Prozent (nominal –7,6 Prozent) die größten Umsatzeinbußen.
Den Umsatzeinbußen stehen Beschäftigtenzuwächse gegenüber. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe lag im Jahr 2009 um 3,7 Prozent über dem Vorjahr. Der Anstieg der Beschäftigtenzahlen resuliert aus dem Ausbau der Teilzeitbeschäftigung. Zu den Teilzeitbeschäftigten zählen hier auch die geringfügig Beschäftigten. So waren im Jahr 2009 3,3 Prozent weniger Vollzeitbeschäftigte, aber 8,9 Prozent mehr Teilzeitbeschäftigte im Gastgewerbe tätig.
Dabei zeigt das Beherbergungsgewerbe mit einem Beschäftigtenminus von insgesamt 0,1 Prozent, das sich ergibt aus 3,3 Prozent weniger Vollzeitbeschäftigte und 3,9 Prozent mehr Teilzeitbeschäftigte im Jahr 2009 gegenüber 2008, eine unterdurchschnittliche Entwicklung. Der Hauptzuwachs der Beschäftigten resultiert aus dem Beschäftigungsplus von 5,6 Prozent in der Gastronomie. Hier steht dem Rückgang der Vollzeitbeschäftigten von 3,2 Prozent ein Zuwachs von 10,7 Prozent bei den Teilzeitbeschäftigten gegenüber.





