Die Frage ist zwar gestellt und auch wichtig, bedeutet aber nichts, wenn die Anonymität von RK nicht gewahrt werden kann und der Klarname, einschl. aller relevanten Daten in der Community veröffentlicht wird mit dem Zusatz von jeden gewünschten Anonymus die Echtdaten liefern zu können.
Man sollte also nicht über ein Theorie diskutieren.
Anonym im Web oder nicht anonym - das ist hier die Frage...
20.09.2011 | Autor Dirk Baranek (73) | Intern | Kommentare (4)
In den letzten Wochen ist vor allem im Zusammenhang mit dem neuen sozialen Netzwerk Google+ eine intensive Diskussion entstanden über die Frage: Soll/darf man im Internet immer und überall besser anonym unterwegs sein oder ist das Auftreten mit der "echten" Identität besser?
Google besteht nämlich bei der Registrierung für G+ ähnlich wie Facebook oder auch XING auf der Nennung der tatsächlichen Identität, die auch öffentlich sichtbar ist. Nach heftigen Protesten diverser Web-Aktivisten wurde dieses Vorgehen zwar von Google aufgeweicht, Pseudonyme werden in einem gewissen Rahmen inzwischen zugelassen, allerdings ist die Sache damit nicht vom Tisch. Google beharrt weiter auf echten Identitäten und macht nur für eingeführte Web-Personlichkeiten eine Ausnahme.

Anonymität? Nichts neues für RK
Diese ganze Diskussion ist für Restaurant-Kritik.de an sich nichts neues und begleitet uns von Anfang an. Wir halten immer das Prinzip hoch, dass bei RK anonym Kritiken veröffentlicht werden können. Die Anonymität der Kritiker ist für viele Nutzer ein wichtiges Element unseres Angebots. Die allermeisten entscheiden sich bei der Konfiguration ihres Profils für ein Pseudonym und nur wenige tragen ihren realen Namen ein.
Warum besteht das Bedürfnis, unerkannt zu bleiben? Offenbar fürchten viele, dass allzu kritische Urteile über gastronomische Leistungen im Internet gewisse Folgen in der realen Welt nach sich ziehen. Die Möglichkeit, die reale Persönlichkeit nicht nennen zu müssen, also allgemein unerkannt zu bleiben, beduetet einen gewissen ein Schutz vor unerwünschten Nebenwirkungen: Mails von erbosten Gastronomen, Ansprache in der Öffentlichkeit usw.
Die Anonymität hat allerdings für viele Nutzer, ich weiß das aus vielen Diskussion in der RK-Community, noch einen weiteren Aspekt: sie wollen im Restaurant, das sie "testen" nicht erkannt werden als Kritiker. Sie befürchten eine Vorzugsbehandlung durch den Gastronomen, um die Ergebnisse der Bewertung zu manipulieren. Das ist ehrenhaft, überschätzt aber vielleicht ein bisschen die Relevanz von Webangeboten wie diesem hier in der Realwelt.
Oder doch besser offen?
Von den Kritikern einer Anonymität im Internet wird oft vorgetragen, der Umstand, sich hinter einem Pseudonym verstecken zu können, ermögliche erst Pöbeleien, Vandalismus und Trollerei - diesen apokalyptischen Reitern des Web. Wenn sich alle mit Klarnamen im Web bewegen würden, wäre auch die Diskussionskultur im Internet besser. Dem wiederspricht vor allem eine Tatsache: selbst die Nutzung realer Namen sagt rein gar nichts über die Wahrheit dieses namens aus. Jeder kann sich mit Phantasienamen bei Plattformen anmelden und dann sein Unwesen treiben. Eine Klarnamenpflicht bietet daher keine Sicherheit auf ein angemessenes Verhalten im Web, auch wenn dieses an sich zuweilen wünschenswert wäre.
Restaurant-Kritik: Verifiziertes Konto
RK hat von Beginn an eine dritte Möglichkeit angeboten, von der verstärkt Gebrauch gemacht wird: das verifizierte Konto. Hierbei behält der Kritiker den von ihm gewählten Nutzernamen, kann sich allerdings durch ein Fax an uns verifizieren lassen. Diese Verifizierung ist dann öffentlich sichtbar. Das bedeutet für die anderen Nutzer: bei einem verifizierten Kritiker hat man die Sicherheit, dass es sich um eine reale Person handelt. Diese gilt daher als dem Redaktionsteam von Restaurant-Kritik bekannt. Bedeutet: Bewertungen eines verifizierten Kritikers können als unabhängig eingstuft werden. Eine geschäftliche Verbindung zu dem bewerteten Restaurant kann ausgeschlossen werden.
Was meint ihr? Seid ihr lieber anonym unterwegs oder wären Klarnamen besser?
(Foto: Unter Creative Commons veröffentlicht auf Flickr von Jane Rahman.)
Kommentare (4)
Siehe..Foren...Thekengespräche..." da kommt Freude auf" von heute.
Und dann stellen sie diese Frage zur Diskussion?
Sie sind dich noch nicht mal in der Lage die über Monate sich hinziehende Unterwanderung durch die Sauerlandgruppe ( Auch aus Magdeburg) in etwa zu unterbinden.
Alles, alle und auch jedes liegt bei ihnen frei zugänglich auf dem Präsentierteller.
Mich stört es im Moment noch nicht allzu viel, nur dann bitte doch nicht dieses Thema!
Ich begrüße, dass dieses Thema mit Pro und Contra hier skizziert wird. Ich selbst hatte in RK aus den oben genannten Gründen zunächst mit Pseudonym begonnen, obwohl mir jede Form von Vermummung widerstrebt - ich habe nichts zu verbergen und stehe zu meinen Kritiken. Anlass für meinen Wechsel zum Klarnamen war die Eröffnung der RK-Gruppe in XING: Damit wurde es ja ganz leicht, die Verbindung zwischen Pseudonym und Klarnamen herzustellen. Aber es steht einem ja frei, ob und inwieweit man diese Links und Vernetzung nutzt. - Dass man von manchen Lokalen oder deren Stammgästen böse oder beleidigte Mails bekommt, bloß weil man ihnen nicht in allen Kategorien 5 Sterne gegeben hat, kommt tatsächlich vor und nervt. Momentan bin ich aber immer noch für Offenheit.
Bewertungen werden erst nach erfolgter Verifizierung freigeschaltet und das Thema ist vom Tisch. Nur dies scheut RK, wie der Teufel das Weihwasser und das nur weil damit einige wenige Klicks weniger generiert werden könnten. Genau auf diese sollte RK aber verzichten, weil sie fast ausschließlich eh Schrott sind.
Und sollte ein Troll versuchen zu tricksen, würde er sich nach § 281 StGB (Missbrauch von Ausweispapieren) der Strafverfolgung aussetzen. Da es sich hierbei um ein Offizialdelikt handelt, genügt ein Hinweis an die Polizei und die Staatsanwaltschaft wird tätig. Man braucht also noch nicht mal einen Anwalt.
Bei entsprechender Formulierung für die Verifizierung fühlen sich die User gebauchpinselt und werden stolz sein, hier bei RK mitarbeiten zu dürfen.





