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Le Val d'Or in Johann Lafer's Stromburg

Schloßberg 1, 55442 Stromberg
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Normal
Schloßberg 1
55442 Stromberg
Tel:
06724 93100
Fax:
06724 931090
Web:
http://www.johannlafer.de
Platz 1 von 7 in Stromberg
Preis/Leistung:
4,41 von 5 / 17 Kritiken
Küche:
gourmet, international, , weniger «mehr »
Ruhetag
Montag, Dienstag
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag 19:00 Uhr bis 00:00 Uhr
Samstag bis Sonntag 12:00 Uhr bis 00:00 Uhr
Bewertungen von Restaurantführern
Presse 4,00 von 5
Michelin 1 von 3 Sternen

Kritik von am 25.02.2013

Beurteilung

Gesamtbewertung (4.75 von 5)

Bedienung
Essen
Ambiente
Sauberkeit
Preis-Leistungs-Verhältnis

Rezension

Allgemein

Ein lang gehegter Traum ist gestern in Erfüllung gegangen: wir waren bei Johann Lafer im Val d´Or essen!

Zunächst zur Burg: Es ist alles ungeheuer geschmackvoll gehalten, das Entré, die Zimmer, wir waren im "Roux", das Personal ist sehr zuvorkommend und freundlich.

Im Zimmer steht eine Nespresso-Maschine, fanden wir toll und haben sie auch genutzt. Zur Begrüßung auf dem Zimmer gab es ein Glas Sekt und der erste Gruß aus der Küche, ein Schaum, leicht asiatisch gewürzt mit Julienne aus Paprika, Sellerie und Karotten, ausgesprochen schmackhaft, das Gemüse erfrischend und der Schaum ein Versprechen auf außergewöhnliche Genüsse.

Das Restaurant war - wie erwartet - sehr kultiviert eingerichtet, vor dem 6-Gänge Menue bekamen wir nochmal 2 Grüße aus der Küche, Ochsenschwanzragout mit Maronenschaum und Pesto und eine Essenz aus Gans, mit einem kleinen Spieß Gänsefleisch und eine Art Praline (nix süsses), auch dies äußerst dekikat.

Gereicht wurde auch noch Weißbrot, Olivenöl und Kalahari-Salz.

Dann der erste Gang: marinierter Thunfisch mit Kichererbse. Dieser bestand aus 3 Stücken Thunfisch, unterschiedlich mariniert, dazu Kichererbsenmus, exzellent gewürzt. Der Thunfisch, etwa die Größe einer 2 Euromünze, konnte die unterschiedliche Marinade nicht wirklich entfalten.

Der nächste: Essenz von der Gartenzwiebel mit Tapiokaperlen und Roquefort. Wunderbare Suppe, die Tapiokaperlen sind nach meinem Verständnis geschmacksneutral und hätten nicht sein gemusst.

Dann Hummer mit Perlgraupen und Kalbszunge, meine erste Zunge überhaupt, überraschend angenehm zu kosten, allein der Gedanke, was ich da esse, wird mich nicht zum Nachkochen animieren.

Nun der nächste Hauptgang: Hirsch mit Apfelflammkuchen und Rosenkohl. Der Hirsch war zart und wohl von der genau richtigen rohen Beschaffenheit, für mich war das Fleisch leider viel zu roh. Mir fehlte Pfeffer, so nahm ich meinen Mut zusammen und orderte eine Pfeffermühle. Der Rosenkohl bestand aus 2 Fingerkuppen großen Köpfchen, dazu gab es ca. 1/2 cm große Cranberry Geleewürfel. Wahrscheinlich muss ich lernen, diese feine Küche zu erschmecken, dies war für mich zu wenig, um den Geschmack wirklich goutieren zu können.

Die Soße zum Hirsch hatte einen ganz eigenen, etwas bitteren Geschmack. Auf unsere Nachfrage erklärte man uns, es wäre Rosmarin und Thymian und zum Entbittern Petersilienstengel darin.

 

Dann kam eine reichliche Käseauswahl, serviert mit Nüssen, getrockneten Aprikosen und Fruchtsenf.

Der Abschluss bildete ein Grand Marnier Eis mit einem Dessert aus Maronen und Preiselbeeren, mmmmmh, sehr fein.

Zum Ausklang noch die ausgesucht guten Pralinen und unser Genußabend war zu Ende.

Auch im Restaurant perfektes Personal, Herr Lafer hat alle seine Gäste persönlich begrüßt, was will man mehr!

Wir haben uns nicht an die Weinempfehlung gehalten, ein feiner Weißer Burgunder hat uns den ganzen Abend über begleitet.

 

Fazit: Der Abend und die Übernachtung waren ein unvergessliches Erlebnis für uns.

Das Essen teilweise außerordentlich inspirierend, unserer Ansicht nach jedoch mit ordentlich Luft nach oben.