Die Leidenschaft der Griechen ist sicherlich schwer ins kalte graue Winterdeutschland zu holen. Zu einem Hochzeitsjubileum eingeladen, verbrachten wir zu Zwölft die Mittagszeit im Kreta. Die Kellner waren professionell freundlich und blickig. Getränke kamen fix, das Essen dauerte schon etwas lang. Einen Salat gab es vorweg: leider sehr einfallslose Eisbergsalat "Variation" mit Dressing (Flaschenware), 1 Olive, 1 Peperoni, 1 Achtel-Tomate. Naja. Beim Hauptgang verriet ein Blick in die Runde, dass es schmeckte. Ich probierte bei meiner Begleitung gratiniertes Schweinefilet. Eine etwas kohlige Note- es schien nur mir aufzufallen.
Ich selbst aß die Fischplatte für 16,50€. Das teuerste Einzelgericht. Seezunge, Seehecht, 1 Garnele, ein Riesen-Pulpo-Calamaris. Alles in Bierteig gebacken. Die Garnele war richtig tot. Zäh wie Gummi. Äußerst überrascht war ich vom Rest. Der Fisch innen saftig und leicht glasig, der Pulpo knackig ohne Tendenz zu Kaugummi. Dazu knackiger Broccoli und eine Folienkartoffel mit Zaziki und Zitrone. Für mich eine Überraschung.
Der Ouzo zum Ende war nicht gestreckt, wie der zu Beginn des Essens. Der Espresso war nicht so gut.
Der Wein: der offene trockene, griechische Weißwein zum Fisch war wirklich ein Drama. Warum gibt's beim Italiener eigentlich immer offene Landweine, die super sind?!
Fazit: Für die Gastgeberin ein gelungener Lunch. Das Essen gut portioniert und schmackhaft. Ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Mein Hauptgang erhält eine 2-
Man kann dem Kreta auf jeden Fall mal wieder eine Chance geben!
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