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Längengrad Restaurant Café Bar im Stena Terminal

Schwedenkai 1, Eingang Terminal 1, Deck 4, 24103 Kiel, Altstadt
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Schwedenkai 1
Eingang Terminal 1, Deck 4
24103 Kiel, Altstadt
Tel:
0431 99048777
Web:
http://www.laengengrad-kiel.de
Platz 23 von 213 in Kiel
Preis/Leistung:
2,59 von 5 / 17 Kritiken
Küche:
international, mediterran, , weniger «mehr »
Preisklasse
moderat
Öffnungszeiten:
geöffnet!
Sonntag 13:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Montag bis Freitag 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr
16:30 Uhr bis 22:00 Uhr
Samstag 13:00 Uhr bis 23:00 Uhr

Kritik von am 14.05.2012

Beurteilung

Gesamtbewertung (3.25 von 5)

Bedienung
Essen
Ambiente
Sauberkeit
Preis-Leistungs-Verhältnis

Rezension

Allgemein

Nach einem ausgedehnten Shoppingbummel in Kiel stand uns der Sinn nach einem Kaffee und einer Kleinigkeit. Da die Sonne herauskam, entschieden wir uns, den Wagen auf den Parkplatz vor dem "Längengrad" im Stena-Terminal zu lenken. Parkplätze waren am Samstagvorabend ausreichend vorhanden, der Parkautomat "verstecke" sich ein wenig um die Ecke.

Im Eingangsbereich wird man schnell zum Fahrstuhl gelotst, wo man sich die kurze Wartezeit mit einem Blick auf eine Karte mit ausgewählten (oder allen? hab ich leider vergessen) Speisen vertreiben kann.

Oben angekommen, sieht man auf der linken Seite einen Bartresen, auf der rechten Seite schien die Sonne auf prächtig aussehende tiefe Ledersofas mit flachen Tischen. Hinter der Bar sieht man verschieden lange Tische mit Stühlen und ringsum das Restaurant befindet sich eine Terrasse inkl. Spielmöglichkeit für Kinder.

 

Sofort kam eine junge Dame eilfertig auf uns zu und fragte nach einer evtl. Reservierung, die wir verneinten. Ein kurzer Blick verriet ihr, dass sie uns bis 20 Uhr (also noch zwei Stunden) einen Tisch im "Essbereich" anbieten könnte, die Sofas seien immer verfügbar, da nicht reservierbar. Wir entschieden uns zunächst für ein Sofa. Die Karten wurden von einer anderen Dame gebracht, als meine Mutter in der Karte die Kaffeespezialitäten nicht gleich fand und nachfragte, wisperte die Bedienung diese Produkte sehr leise herunter. Ich bat sie, lauter zu sprechen, da im Restaurant trotz höchstens 1/3-Belegung ein etwas höherer Geräuschpegel herrschte. Meine Mutter fand inzwischen die Kaffee-Karte und bestellte einen großen Becher Kaffee, ich entschied mich für eine Saftschorle und ich entschied mich für Junge Kartoffeln mit Sour Cream, Salat und Scampi (12,90 Euro). Schnell kamen die Getränke, das Besteck und ein Teller mit einigen Scheiben Baguette. Aufgrund fehlender Butter/Creme/was auch immer und dem hohen Backgrad war es als "Wartesnack" eine sehr trockene und krümelige Angelegenheit, weswegen wir nach je einer halben Scheibe darauf verzichteten.

 

Während wir warteten, stellen wir fest, dass die Sofas aufgrund der, ich nenn es mal "Sitztiefe" für uns doch eher unbequem waren, und als nach den Getränken auch das Essen auf einem sehr großen, länglichen Teller serviert wurde, wechselten wir mit Hilfe einer Mitarbeiterin doch an einen der "Ess"-Tische. Dort konnte man auch die Aussicht auf die Förde genießen.

Auf meinem Teller befanden sich einige kleine "junge" Kartoffeln, die jedoch für mich zu stark mit der Sour Cream übergossen waren. Sicherlich lag es an der Temperatur der Kartoffeln, aber mir war die Creme deutlich zu flüssig. An der kurzen Seite fand sich ein Salat mit Dressing, über die Länge verteilt eine Art Tomaten-Lauch-Ragout (kann man das so nennen? Ich bin da ja Laie) in dem sich meine Scampi vergnügten. (siehe http://www.restaurant-kritik.de/photos/80585) Damit hatte ich mit meiner leichten Tomaten-Unverträglichkeit nun nicht gerechnet.

Okay, es ist nicht wirklich schlimm, ich bekomme keine Atemnot wie die Erdnussallergiker, aber es ist schon etwas unangenehm, wenn die Tomaten nicht zur Unkenntlichkeit verkocht sind (Suppen, Tomatensauce auf Pizza etc.). Normalerweise bestelle ich meine Speisen dementsprechend bzw. verschiebe die allgegenwärtigen halbierten Cocktailtomaten im Salat einfach an die Seite (mir sind solche "Extra-Wünsche" ja auch immer etwas peinlich). Aber woher wissen, wenn es nicht auf der Karte steht? So blieb doch einiges auf meinem Teller übrig.

 

Was mich ebenfalls störte: Während die Dame in der weißen Bluse, die uns und später auch dem Nachbartisch das Essen servierte, in höflicher, unaufdringlicher Art mehr so nebenbei fragte, ob alles in Ordnung ist, musste ich erleben, dass unsere leise sprechende Bedienung während des Essens so schnurstracks von der Bar an unseren Tisch zumarschierte, dass ich beinahe dachte, sie wolle mir etwas mitteilen (z.B. "Nicht essen! Ist nicht ihre Bestellung!" o.ä.) Allerdings wollte (sollte?) sie nur nachfragen, ob alles in Ordnung war und/oder sie uns noch etwas bringen könnte, und das nur kurz nach unserem Gespräch mit der anderen Mitarbeiterin. Auch eine andere Dame, die einen weiteren Tisch betreute, fragte bei uns nach weiteren (Getränke-)Wünschen, obwohl beide Getränke noch halbvoll waren.

Da wir gerade in einem sehr intensiven Gespräch befanden, fühlte ich mich durch diese - gefühlt "ständige" - Störung schon unangenehm berührt. Vor allem da wir, als wir dann zahlen wollten, 2-3 Minuten lang weit und breit niemanden auf uns aufmerksam machen konnten.

Lautstärke: Der Raum war ca. zu 1/3 gefüllt und kam mir schon relativ laut vor. Woran sowas liegt, kann ich nicht sagen, an der Höhe kann es ja nicht liegen, denn im Vapiano mit dem niedrigen Dach ist es erheblich lauter, während ich bei meinem bisher einzigen Besuch im "WangSu" trotz hoher Decke und voller Besetzung von der geringen Lautstärke angenehm überrascht war. Vielleicht regelt man soetwas mit Dämmung?

 

Fazit: Die Aussicht ist ganz nett, die Sofas laden Besucher mit etwas längeren Beinen sicherlich zum längeren Verweilen ein. Die eine Speise, die ich aß, ließ mich nicht gerade in Jubelschreie ausbrechen, aber davon auf die komplette Küche zu schließen wäre doch sehr vermessen. Allerdings lud mich die Lektüre der Karte nicht gerade dazu ein, deswegen wiederzukommen, gefühlt bekommt man all diese Dinge in Abwandlungen auch in vielen anderen Kieler Restaurants. Ich werde das Restaurant sicher nicht meiden, doch animiert mich gerade nichts, dort wieder vorbeizuschauen.