Aphrodite

Niederscheyerer Straße 94

85276 Pfaffenhofen an der Ilm

Tel 08441 3563
zuletzt aktualisiert am 28.12.2010

Gesamtbewertung:
 

03.06.2009 | von kilian (120)

 

Essen

 

Bedienung

 

Ambiente

 

Sauberkeit

Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?
 

Mittelmäßig

Rezension

wie die alten sungen, so zwitschern nicht …
Ich erinnere mich überraschend gut an die Zeiten, wo ich mit viel Genuß bei dem rassigen, graumelierten Konstantinos Ntontis und seiner bildhübschen Frau gegessen habe. Irgendwann wurden meine Besuche immer rarer, weil es geschmacklich und sogar qualitätsmäßig unschön gleichmäßig abwärts ging.
Der Senior kehrte in seine griechische Heimat zurück und der Junior brachte frischen Wind ins Lokal, so frisch, dass man sogar von deutlichen Verbesserungen erzählte. Erfreulich!
Ein lauer Juniabend, gut zehn Esser auf der Hausterrasse, die noch immer null Charme versprüht. Wenn das Essen dies übertüncht, so kann ich damit locker leben.
Zwischen den Tischen flitzte ein zoroschwarz gekleideter junger Mann umher, der für alle Tische die gleichen Sprüche drauf hatte. Blitzschnell brachte er die Apfelschorle, 0,4 l (3,00 €), teuer. Ebenso fix gab es den Klassiker Zaziki, Joghurt mit Gurke und Knoblauch (3,50 €), mit sehr viel Knoblauch und genügend langweilig schmeckendem Baguette. Sieben Mark für geronnene Milch und Gemüse, das ist einfach zu teuer. Nur das war hier schon immer so!
Zu den drei großen, optisch ansprechenden, aber sehr langweilig schmeckenden Hackfleischteilen gab es einen Salat vorneweg. Nicht abwechslungsreich: Eine Peperoni, eine halbe Tomatenscheibe, eine Olive, viel Krautsalat, der es, trotz bestem Willen meinerseits, nicht schaffte, nicht nach Eimer zu schmecken und, wie seit achtundzwanzig Jahren, recht strunkiges, dafür klein geschnittenes Grünzeug und ein wenig Dressing. Ich ließ das Vitaminfutter stehen und legte mich wegen der Kritik darüber mit dem Zoro an.
Vom Hauptgang Sousouki (Hackfleisch) mit Reis, Kartoffeln, Zaziki und Salat (8,50 €) schmeckte mir der Reis leidlich, den aber jeder Djuvec locker in den Schatten stellt. Die drei großen, dicken Fleischleibe mit den malerischen Grillspuren sind saftig, aber geschmacklich nichtssagend. Zaziki und erbetene, kostenlose, frische rote Zwiebel helfen bis zur Hälfte, dann habe ich genug. Über die lieblose Friteusen-Kartoffelbeilage sage ich jetzt nichts mehr. Jedes einzelne Pommes droben im Waldspielplatz von Reisgang ist dagegen ein kulinarischer Genuß. Was offensichtlich sogar Buchfinken wissen.
Ich gehe mit Verdruß, weil der Bediener doch glatt glaubt, mich über seinen megaschlichten Beilagensalat aufklären zu müssen. Trotzdem gibt es für mich letztendlich kein Problem, ich gehe einfach nicht mehr hin.
PS: Die Lumix-Kamera verblüffte mich immer wieder, wie köstlich bei ihr Essen aussieht!

Fragebogen

Besucht am 02.06.2009 zum Abendessen
Anzahl der Personen 1 Person
Anlass Test
Wie war die Begrüßung? Keine
Wurde uns ein Tisch angeboten? war nicht nötig
Gab es eine Empfehlung? Keine Empfehlungen vom Haus
Wie war der Umfang der Speisekarte? zu umfangreich
Wie war die Wartezeit auf die Getränke? sehr kurze Wartezeit
Wie war die Wartezeit auf das Essen? okay
Wie war die Qualität des Essens? zufriedenstellend
Was wurde gegessen? Vorspeise oder Suppe, Hauptgang, Zaziki
Waren die Zutaten frisch? Teilweise frisch
Wurde ein Dessert angeboten? Nein, nicht angeboten
War der Koch kreativ? Keine Aussage möglich
Sah das Essen gut aus? Ja, sah schmackhaft aus
Wie war das Ambiente? Die Atmosphäre war gut
Sauberkeit des Restaurants gut gepflegt
Sauberkeit der Toilette nicht besucht
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gut geschrieben (2) empfehlen

chriseck (84)
chriseck (84)

verdächtig?

Kommentare (2)

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26.07.2009
chriseck (84)

Man muß nicht im \"Afrodite\" gewesen sein; doch die Bewertung ist wie immer superklasse und unterhaltsam geschrieben!

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11.08.2009
chriseck (84)

Sehr detailliert und kurzweilig geschriebenI Die Kritiken von Kilian sind immer lesenswert!

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Statistik

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